Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 428)
- Language
- German
- Belongs to
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400 Festfeier, als er am Altäre stand und opfern wollte, mit Citronen. Es ist nämlich bei den Juden Brauch, dass am Laubhiittenfest jedermann Palm- und Citronenzweige mitbringt, wie ich bereits an anderer Stelle berichtet habe. Auch schmähten sie ihn, er sei der Sohn einer Gefangenen und des Hohepriestertums wie der Ehre, Opfer darzubringen, nicht wert“. Die Schmähung des Jannai an sich lässt sich auch dann verstehen, wenn wir das folgenschwere Ereignis, das Kidduschin 66a in Verbindung mit seinem Namen erzählt wird, auf Johann Hyrkan beziehen; denn selbstredend können die Nachkommen eines Mannes, der als Sohn einer ״Gefangenen“ der Priesterwürde verlustig ging, nicht mehr Priesterdienste tun, und dass der Enkel Sohn genannt wird, ist häufig. Stutzig muss es uns jedoch machen, dass das Gerücht über den Vater, das vor langer Zeit schon bei gerichtlicher Untersuchung sich als falsch gezeigt hatte (ו״בוקש הדבר ולא נמצא), dass dieses gerichtlich widerlegte Gerede, nachdem es lange geschlummert, jetzt wieder aufleben soll, und dass das Volk bei seinem tollkühnen Angriff auf den König ihm nichts anderes entgegenzuhalten weiss, als diese längst widerlegte Anklage. Auffallend ist an der ganzen Erzählung des Josephus von der Beleidigung des Jannai durch das Volk und von seiner blutigen sofortigen Rache mit Hilfe seiner Söldnerschaaren, dass sie uns ganz unvermittelt begegnet. Von Jannai war soeben erzählt worden, dass er nach der Eroberung einer ganzen Reihe von Städten, wie Gadara, Amathus, Raphia, Anthedon, Gaza, nach Jerusalem zurückgekehrt sei; dann wird ein Absatz, der nur syrische Verhältnisse behandelt, eingeschoben und unvermittelt von der Niedermetzlung des Volkes am Hüttenfeste berichtet, das nach dem am Altäre stehenden König Citronen geworfen. Was die friedliche und festliche Volksmenge im Tempel zu diesem Zornesausbruch trieb, wird uns nicht erzählt. Wenn es auch richtig sein wird, dass dieses Citronenschleudern nichts anderes war, als jenes Vorkommnis, worüber uns eine Mischna im Traktat Sukka erzählt, dass man einst einen Priester, der die Wasserspende des Hüttenfestes, statt sie auf den Altar zu bringen, auf den Boden goss, mit den Esrogim bewarf, so ist ebenso richtig, wie Halevy bemerkt, dass das Ausgiessen der Wasserspende nicht anders, denn