Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 425)
- Language
- German
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ז39 an: ״Einst zog der König Jannai nach Kochlis in der Wüste und eroberte dort 60 Städte. Bei seiner Rückkehr freute er sieh gar sehr, lud alle Gelehrten Israels ein und sagte zu ihnen: Unsere Väter pflegten bittere Wüstenkräuter zu essen, als sie mit der Erbauung des Tempels beschäftigt waren, auch wir wollen deshalb bittere Wüstenkräuter essen zum Gedächtnis unserer Väter. Man brachte nun die Wüstenkräuter auf goldenen Tischen und sie assen davon. Dort war ein Mann Namens Elasar, Sohn Poiras, zugegen, ein Spötter von bösem Herzen und niederem Charakter. Da sprach Elasar, Sohn Poiras, zum König Jannai: ״Die Peruschim haben etwas im Herzen gegen dich, König Jannai“. ״Was soll ich tun“? ״Lass sie vor dem Goldblech stehen, das du (als Hohepriester) über den Augen trägst“. Da liess er sie vor dem Goldblech stehen, das er über den Augen trug. Damals war dort ein Gelehrter Namens Jehuda, Sohn Gedidjas. Dieser Jehuda, Sohn des Gedidja, sprach nun zum König Jannai: ״Begnüge dich mit der Königskrone, König Jannai, und überlasse die Priesterkrone den Nachkommen Aharons“. Man sagte nämlich, seine Mutter sei in Modiim gefangen gehalten worden. Die Angelegenheit wurde untersucht und bestätigte sich nicht. Im Grimme wurden dann die Weisen Israels fortgeschickt. Wieder sagte Elasar, Sohn Poiras, zum König Jannai: ״Ein einfacher Mann in Israel nimmt das ruhig hin, König Jannai, du aber als König und Hohepriester solltest das ruhig hinnehmen?“ ״Was soll ich tun?“ ״Willst du meinen Rat hören, so zertrete sie“ ״Und was soll mit der Thora werden?“ Sie liegt zusammengerollt ruhig im Winkel, wer lernen will, kann ja kommen und lernen..Sofort brach das Unheil durch Elasar, Sohn Poiras, herein, alle Gelehrten Israels wurden erschlagen und verödet war die Welt, bis Simon, Sohn Schetachs, kam und die Thora wieder zu ihrem früheren Glanze brachte.“ Josephus Ant. XIII, 11,5 und 6, erzählt ein ähnliches Vorkommnis, wobei es ebenfalls, wegen der Beschimpfung des Königs als Sohn einer Gefangenen und nach der Aufforderung seitens eines der Gäste, die hohepriesterliehe Würde niederzulegen, zum Bruche zwischen dem König und den Pharisäern kam. Die bemerkenswertesten Differenzpunkte sind, dass Josephus die Einleitung vor der Eroberung der 60 Städte in Kochlis und von den auf goldenen Tischen