Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 422)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/2781487
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394 בשנת כך וכך ליוחנן כהן גדול [שהוא כהן] לה׳ עליון וכששמעו חכמים בדבר אמרו למהר זה פורע את חובו ונמצא שטר־ מוטל באשפה וביטלום ואותו היום ״ עשאוהו י״טAm dritten Tischri verschwand der Gottesname aus den Urkunden. Die griechische Regierung hatte nämlich verboten, den himmlischen Namen zu erwähnen. Als dann die Regierung der Hasmonäer die Ueberhand gewonnen und sie besiegte, richtete man ein, dass man selbst in den Urkunden den himmlischen Namen erwähne. Man schrieb folgendermassen: In dem und dem Jahre des Hohepriesters Jochanan, der Priester des höchsten Gottes ist. Als die Gelehrten davon hörten, sagten sie: Wenn dieser morgen seine Schuld bezahlt, wird die Urkunde auf dem Kehrichtbaufen gefunden. Sie haben sie nun aufhören lassen und diesen Tag machten sie zum Festtag 1•).“ In dieser Baraita musste der Name und Titel יוחנן כ״נ, Hohepriester Jochanan, genannt werden, obgleich ein anderer gemeint ist, wie sonst im ganzen Talmud, weil der Text der Urkunden so lautete und daher genau zitiert werden musste. Eine Bemerkung darüber oder ein Unterscheidungszeichen war schon deshalb unnötig, da in der Baraita selbst ja gesagt ist,. dass hier ein Hohepriester Jochanan gemeint ist, der nach dem Siege der Hasmonäer lebte, also mit dem sonst genannten Hohepriester Jochanan, der ein Sohn Simons des Gerechten war, nicht verwechseit werden konnte. Der Hohepriester Jochanan der Urkunden ist natürlich kein anderer als Johann Hyrkan, der an dieser einzigen Stelle im Talmud genannt wird. Diese Baraita bietet eine Schwierigkeit, die, wie nicht anders zu erwarten, Raschi schon zu heben sucht. Wieso sah man in dem Aufheben der Einrichtung der Einfügung des Gottesnamens in den Urkunden eine wunderbare Hilfe, die zur Bestimmung eines Festtags Veranlassung werden konnte f Raschi erklärt das damit, das Volk habe sich schon an diese Erwähnung in den 1J Ich zitiere nach der Gemara. Die Varianten zu Megillat Taanit haben für hier keine Bedeutung. שהוא כהן fugte ich in Klammern bei, weil nach ד״ם so im ע״י und Handschriften. Auch ר״ה hat die Worte. Ich weiss nicht, ob die naheliegende Bemerkung schon gemacht wurde, dass mit der Anspielung auf Gen. 14, 18 angedeutet werden soll, dass Jochanan gleich Malki Zedek König von lerusalem und Hohepriester war*