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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 414

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 414)
Language
German
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386 Härte empfunden, die in einer solchen Massregel lag, und gerade Sprossen des Hasmonäerbauses schreckten nicht zurück, selbst hier den politischen Prinzipien der Diadochen zu folgen. Allein diese erzwungene Bekehrung der Idumäer am Anfang der Begierung Hyrkans müsste uns davon zurückhalten, in ihm den Jochanan zu sehen, von dem Baba (Berachot 29 a) sagt, dass er צדיק מעיקרו, von Haus aus ein Frommer gewesen sei. Noch deutlicher und jedermann klar wird es, dass Hyrkan rücksichtslos hart und aller edlen Gesinnung bar gewesen, wenn wir bei Josephus finden, wie er bei einer Belagerung Jerusalems die zum Kriegsdienste Untauglichen behandelte. Ant. XIII, 8, 2 heisst es: ״Da jedoch Byrkanus die Beobachtung machte, dass die in der Stadt befindliche Menschenmenge sehr schadete, weil die Lebensmittel sich zu schnell erschöpften, und der Meinung war, dass viele Bewohner mehr Last als Nutzen verursachten, schied er alle Untauglichen aus, entliess dieselben und behielt nur die Kräftigen und Wehrfähigen zurück. Antiockus aber verhinderte den Abzug der Ausgewiesenen, sodass sie zwischen den Mauern umherirrten und viele vom Hunger erschöpft elendiglich umkamen. Erst als das Laubbüttenfest bevorstand, nahmen die in der Stadt Befindlichen sie aus Mitleid wieder auf.“ Man beachte bei dem Berichte über diese grausame Handlung, dass Hyrkan selbst zwar als Veranlasser der Austreibung erscheint, dass aber bei der Wiederaufnahme vor dem Hüttenfeste nicht Hyrkan, sondern ״die in der Stadt Befindlichen4‘ (oi ivtog) genannt werden. Die Wiederaufnahme scheint demnach gegen den Willen Hyrkans stattgefunden zu haben. Unmittelbar nach dieser gewiss nicht frommen Tat des Hyrkan folgt ein Akt, bei dem Hyrkan nur in Herodes einen Genossen oder besser einen Nachstrebenden gefunden hat. Wir geben den Bericht, der sich viermal bei Josephus findet und zwar Bellum I, 2, 3 sowie Ant. XIII, 8, 4 (bei Hyrkans Lebensbeschreibung), Ant. VH, 15, 3(beiDavids Bestattung). Ant. XVI, 7,1 (bei Herodes), nach der Stelle in der ausführlicheren Biographie Hyrkans in den ״Altertümern“. Ant. XIII, 8,4 heisst es also : ״Hyrkanus aber liess das Grab Davids, der alle Könige an Beichtum übertroffen hatte, öffnen und entnahm ihm dreitausend Talente Silber. Mit diesem Gelde ausgerüstet, warb er — der

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