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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 409

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 409)
Language
German
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IRI
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381 Joseplms bezieht, wie wir sehen werden, alte Überlieferungen vom Hohepriester Jochanan anf Johann Hyrkan und will irrtümlich oder in bewusster Absicht ihn als denjenigen hinstellen, der nach einem langen, untadligen Leben am Ende seiner Tage zu den Sadduzäern überging. Unsere vornehmste Aufgabe sehen wir nun darin, dem Bericht des Josephus über Johann Hyrkan eine eingehende Untersuchung zu widmen und festzastellen, ob man bei Johann Hyrkan auch nur von achtzig Lebensjahren, geschweige denn von achtzig Hohepriesterjahren sprechen kann, ob Johann Hyrkan bis zu seinem Bruch mit den Chachamim und Pharisäern ein solches Leben geführt, dass man ihn bis zu dieser verhängnisvollen Tat im Alter einen צדיק, einen untadlig Frommen, nennen darf dann, ob man bei ihm überhaupt von einem plötzlichen Übergang zu den Sadduzäern sprechen kann, wie Josephus es uns glauben machen will, und weiter ob denn die Verdächtigung als Sohn einer Gefangenen ihm gegenüber, wie Josephus will, und nicht, wie der Wortlaut der Gemara oder Baraita in Kidduschin sagt, seinem Sohne, dem König Jannai, gegenüber laut wurde? IV. Wir haben gesehen, dass nach den Darlegungen Halevys im Dorot Harischonim der Hohepriester Jochanan, Sohn Simons I., Onias II., ein ausserordentlich hohes Alter erreicht hat und dass es grosse Wahrscheinlichkeit hat, dass er achtzig Jahre lang und mehr Hohepriester war. Dass Johann Hyrkan unmöglieh sein Hohepriesteramt auch nur annähernd so lange geführt haben kann, lehrt die blosse Erwägung, dass vom Auftreten des Mattisjahu (c. 167 vor d. gew. Zeitrechnung) bis zum Tode Johann Hyrkans (c. 106) kaum 60 Jahre vergangen sind. Doch es ist sicher, dass Johann Hyrkan um die Zeit der Erhebung des Mattisjahu erst das Licht der Welt erblickte und überhaupt nur ein Alter von ungefähr 60 Jahren erreicht hat, wie Grätz richtig, doch ohne weitere Begründung sagt. Wegen der Wichtigkeit für unsere Untersuchung wollen wir den genauen Nachweis führen, dass man dem Nachfolger des Hasmonäers Simon nicht mehr als secliszig Lebensjahre geben kann. I. Makk. 13, 53 lautet: Km etäs 2ip<&v jov Jmttvr^v vdiv (xvtov oti ävtjQ ioxi , . . . ״und da Simon wahrnahm, das

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