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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 405

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 405)
Language
German
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37t Mit der Josephusstelle, die Halevy uns gewissermassen neu geschenkt hat, meine ich Ant. XII, 4, 10: ״Damals herrschte in Asien Seleukus mit dem Beinamen Philopator, ein Sohn Antiochus’ des Grossen. Um dieselbe Zeit starb des Hyrkanus Vater Joseph, der durch seine Tüchtigkeit.Auch sein Oheim Onias schied bald danach aus dem Leben und hinterliess das Hohepriesteramt seinem Sohne Simon“. Hier ist deutlich gesagt, dass Onias II. erst nach IST, dem Jahre des Regierungsantritts des Seleukus Philopator, gestorben ist. Halevy zeigt, dass der Tod des Steuerpächters Joseph in das Jahr 185 oder 184 der gewöhnlichen Zeitrechnung zu setzen ist. Das Todesjahr Onias’ II. fällt demnach keinesfalls vor 1851). Nach den talmudischen Berichten ist Simon I., der Gerechte, wie wieder Halevy nachweist, vor Antritt seines Amtes als Hohepriester dem Alexander entgegengezogen, und fallen die 40 Jahre seines Hohepriestertums ungefähr mit der Regiernngszeit des Ptolemäus Lagi zusammen. Das späteste Sterbedatum für Simon I., den Gerechten, fällt in die erste Zeit des Philadelphus um 280. Nach Josephus war Onias II. ein unmündiges Kind, als Simon I. der Gerechte starb. Nehmen wir an, Onias sei damals zehn Jahre alt gewesen, so lebte er von 290 bis 185, erreichte also ein Alter von 105 Jahren. Das Hohepriesteramt kann er als Zwanzigjähriger nach dem Tode seiner Oheime Eleasar und Menasse angetreten haben, und es bat viel Wahrscheinlichkeit, dass er ungefähr 85 Jahre lang Hohepriester war. Der Beweis für die hundertjährige Lebenszeit des Onias II. lässt sich auch noch auf eine andere Weise führen. Mindestens 33 Jahre vor seinem Tode hat Joseph, der Sohn des Tobias, die Steuerpacbt von Ptolemäus Euergetes erhalten. Damals entschuldigt er seinen Oheim vor Euergetes mit dem Greisenalter. Nach dem Wortlaut der Entschuldigung in Ant. XII, 4, 3 erscheint uns damals Onias II. ungefähr als Siebzigjähriger. Der alte Onias lebt dann noch mindestens 33 Jahre, hat also die Hundert überschritten. Auch der Abfall Onias* II. zu den Sadduzäern lässt sich nach Halevys Ausführungen unschwer verstehen. Onias II. trifft 1) Vgl. Dorot Harischonim I c p. 176 ff. und den־Aufsatz ״Simon der Gerechte״ im Jahrbuch V p. 258 ff.

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