Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 384

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 384)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3486266-3486277--2433-3489239
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

356 fcung beilegen, wie man sie den Lehrern des Talmuds beigemessen hat. S. D. Luzzato (55/56 אוצר נחמד) nimmt jedoch gegen diese Annahme Stellung, indem er behauptet, dass die besagte תשובה nicht von E. Scherira herrühren könne, was er auch durch Beweise erhärtet. Diesen Beweisen für die Annahme, dass das Responsum nicht von B. Scherira stamme, fügt Harkavy noch einige hinzu. Am wahrscheinlichsten unter diesen ist die Beweisführung, dass der Inhalt der תשובה nicht im Einklänge mit dem Scheriraschen Sendschreiben sei, und zwar betreffs der Anfänge der Mischna. Während E. Scherira im ״Iggereth“ die Abfassung der Mischna, bezw. deren schriftliche Fixierung auf R. Jehuda Hanassi zurückfährt, ist im genannteffEesponsum von sechs Mischna-Ordnungen die Rede, die in den Tagen Schammais und Hillels verborgen worden sind. R. Scherira würde doch, so er der Verfasser des Responsum wäre, auch in seinem ״Iggereth“ der Mischna-Ordliungen aus den Tagen von שמאי והלל Erwähnung getan haben. Auch tritt Harkavy dem Vorgehen der neueren Historiker entgegen, die da ״nach Art der Karäer“ (Worte Harkavys im מבוא) die mündliche Lehre dadurch zu bekämpfen suchen, dass sie ihre Vertreter verunglimpfen und in den Augen des Volkes herabzusetzen trachten. Was wird nicht alles den bösen Geoniin angedichtet. Unwahre, übertriebene Erhöhung der Bedeutung der babylonischen Schulen auf Kosten der palästinensischen, Herrschsucht und Tyrannisierung der Laien und des Volkes und — last 110t least — Gewinnsucht und das Bestreben, sich die Taschen mit Gold zu füllen. Wahrlich ein Sündenregister, das nicht geeignet ist, das Gaonat in dem Lichte und in der Achtung erscheinen zu lassen, die allein eine heilsame Wirksamkeit desselben ermöglichen konnten. Harkavy tritt diesen Anwürfen mit Ruhe und Würde entgegen und verweist diese Historiker auf die Quelle, die allein geeignet ist, auf das Gaonat und seine Vertreter ein Licht zu werfen und sie in ihrem Wirken auch den späteren Generationen vorzuführen. Er verweist sie auf die Responsen der Geonim, aus denen die Unwahrheit obiger Behauptungen deutlich und klar hervorgeht1). ״ *) Aus den תשומת, die die Harkavysche Sammlung זירון לראשונים enthält^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.