Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 375)
- Language
- German
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ז34 auch der zu ihnen gehörenden und sie ergänzenden Literatur, als da sind die halachischen Midraschim: Mechiltha, Sifra, Sifre, Baraitha, Tosephtha u. a. 111., wird uns hier vor Augen geführt. R. Schcrira geht, wenn auch nur sehr kurz, auf die Ursachen ein, die die schriftliche Niederlegung der mündlichen Lehre notwendig gemacht haben, und so wird im Rahmen dieser Darstellung auch manchen politisch-geschichtlichen Momentes Erwähnung getan, das bei der Abfassung dieser Literatur eine Rolle gespielt hat. Dies gilt aber nur von der Zeit der Tannaim und Amoraim und auch noch von der Saburäcrepoche, während er in seiner Darstellung der Geonimzeit von der Erwähnung historischer Ereignisse vollkommen absieht. Er berichtet noch kurz über die Verfolgung, welcher die Juden, nicht lange vor dem gänzlichen Verfall der persichen Herrschaft, durch den letzten Perserkönig Jezdegerd III. ausgesetzt gewesen sind. Nicht einmal des Wechsels der Herrschaft über Babylonien, die von den Persern auf die Mohammedaner überging, wird Erwähnung getan, einer politisehen Umwälzung, die doch sicherlich nicht ohne Einfluss auf die Lage des Gaonats und noch mehr des Exilarchats geblieben ist und bleiben konnte. Überhaupt vermissen wir in dem ״Iggeretlü jeden Hinweis auf die Stellung der beiden Institutionen, Exilarchat und Gaonat, zueinander. Mit Ausnahme der einen Episode, den Streit zwischen Saadia und dem Exilarchen David ben Sakkai betreffend, wird des Verhältnisses der beiden Institutionen zueinander während der Geonimepoche keine Erwähnung getan, weshalb man auch in diesen Dingen auf die kurzen, aphoristischen Angaben angewiesen ist, die der Talmud über die beiden Pentralbehörden enthält und die dann, da sie sich doch nur auf die Amoräerepoche beziehen können, auf dem Wege der Analogie auch auf die Zeit der Geonim übertragen werden müssen. So enthält auch der ״Iggereth“ nichts über die innere Organisation der Schulen, bezüglich welcher man daher gleichfalls fast ausschliesslich auf die kurzen Angaben des Talmuds angewiesen ist 1). Es soll dies nicht als Vorwurf dem ״Iggereth“ l) Die Darstellung des Nathan Hababli, die sich speziell mit der Präge des inneren Lebens in den Schulen befasst und die weiter auch noch E״r