Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 371)
- Language
- German
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343 bei Susa 1). Charax in der Nähe der kaspischen Pforten (wofür Neubauer, Geographie du Talmud S. 377 Anm. 3 Kereha hält) lag wohl zu weit entfernt von Nehawend. Wahrscheinlich ist dieses כרך auch mit dem Kir [קיר] identisch, wohin nach 1. Konige 16, 9 2 3) Thiglath Pileser III. die Einwohner von Damaskus abführte. קיר ist nichts anderes als das aramäische בדך. So übersetzt das Targum zu Jes. 15. קיר מואב mit בבא ךמואב?. Die Griechen gaben Orte dieses Namens gewöhnlich mit JCdgag, XctQuxa'S) wieder, und noch jetzt wird das Kastell als ״el-Kerak״ bezeichnet. Mann könnte allerdings auch an die erwähnte Stadt Sapurs, Karch bei Susa, denken, und dies umsomehr, als sie Jes. 22, 6 mit Elam zusammengestellt wird. Diese wurde jedoch, wenn wir Tabari glauben dürfen, erst von Sapur I erbaut4 5). Es wird aber vielleicht ein Wiederaufbau gemeint sein. Ueber die Ruinen Iwän־i־Kerkh siehe Rawlinson im Journ. Geograph. Soc. 9, 71. Schliesslich sei noch bemerkt, dass die LXX auch an der erstangeführten Stelle קיר schlechtweg mit vn}v noktv wiedergibt. Jedenfalls ist eher an כרך zu denken als an Kur im Kaukasus, wohin es Gelehrte wie Calmet Mune und Keil verlegen wollen^). מושכי ist an dieser Stelle unbekannt. חוסקי ist nicht Uxia, wie Berliner6), meint, sondern Ohesk in der nächsten Nähe von Nehawend. Nach Weil 7) bildete sie den vom Kerchaflusse östlich gelegenen Stadtteil Nehawends, dessen Hauptmasse westlich vom Kerchaflusse lag. רומקר. Vermutlich die Stadt Rumakan, die von Ardeschir, dem Begründer des Sassanidendynastie, der Hauptstadt Be-Ardeschir als Bezirksstadt zugeteilt wurde8). Dass diese zu Medien gehörende Stadt zu Irak zugeteilt wurde, darf uns nicht wundern, da es sich bei diesen Zuteilungen nur um Steueramtsbezirke handelte. *) Siehe Nöldeke zu Tabari S. 67 Anm. 1. 2) Vgl. Arnos 9, 7. 3) Siehe die Beispiele bei Doller, Geogr. und ethnogr. Studien zum 111. und IV. Buche der Könige, S. 246. 4) Siehe Tabari in Nöldekes Übersetzung S. 38 und Anm. i. 5) Vgl. die Stellen in Doller a. a. O. S. 185—287. 6) Beiträge zur Geographie und Ethnogr. Babyloniens, S. 39. 7) Geschichte der Chalifen I 91 und 92 Anm. 8) Nöldke, Tabari S. 16. T