Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 357)
- Language
- German
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329 L. und 35° 30* Br., also nur ein 1/2 Grad nördlicher als Babylon, daher zu tief im Süden, um als Nordgrenze in Betracht zu kommen1). Es ist aber ohne Zweifel das Thilaticonium auf dem Ostnfer des Euphrat, bei Theodoret Tillimacömen. Dies ist auch noch lautlich zu erkennen, wenn wir statt des persischen b ein m setzen (תל מקני). Diese Verwechslung kommt bei Städtenamen häufig vor, wie z. B. Mekka einst- Bekka, Balbek syr. Malbek biess u. s. w. Ueber die Lage dieser Stätte vgl. Ritter, Erdkunde X, 991 und Männerfc, Gesch. d. Griechen und Römer V, 275. Nach dem letzteren wäre es das Dorf und die kleine Bergfestung Scharmeby, welche nach Tavernier zwischen Orpha und dem heutigen El-Ba liegen und einen Knotenpunkt der verschiedenen Strassen bilden, die gegen den Euphrat hin zusammenlaufen. Nach Samuel bildet die äusserste Nordgrenze die Euphratbrücke גשרא דבי פרת. Welcher von den historischen Uebergängen gemeint ist, kann nicht mehr ermittelt werden. Nach dem Palästinenser R. Jochanan erstreckt sich die Nordgrenze bis מעברת דגיזמא zur Furt des Zeugma, oder richtiger bis Zeugma, nämlich bis zu der Stadt, deren Entstehung von Plinius und von allen alten Autoren dem ersten der Seleuciden zugeschrieben wird und welche diesen Namen von der altberühmten Brücke erhalten hat. Siehe Ritter X, 989 ff. ״Der Uebergang am Zeugma dauerte durch mehrere folgende Jahrhunderte fort, er ist dem Ptolemäus, Ammianus Marcellinus, Stephanus Byzantius bis zum sechsten Jahrhundert noch wohl bekannt״ und ״das Verhältnis seiner räumliehen Stellung hat dieselbe Lokalität bis heute als Hauptühergang über den Euphrat erhalten“. Die Brücke selbst war wohl auch zur Zeit R. Joehanans, wie schon früher (so 53 vor Chr. und zu anderen Zeiten, Ritter X, 991) zerstört und die Ueberfahrt musste durch eine Fähre bewerkstelligt werden. Darum gibt er מעברת דגיזמא und nicht נשרא als Grenze an. W e s t g r e n z e. Rami bar Abba wollte die südwestliche Grenze mit ד.מל ימא bestimmen, da im Süden der Euphrat nicht die natürliche Grenze bildet und, wie auf der Karte ersichtlich, eine ganze Anzahl von l) S. Berliner, Beiträge S. 19 nach Ritter XI, 792,