Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 338)
- Language
- German
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310 gedeutet, dass manche Individuen dieser Gattung ausgeschlossen werden (מן ולא כל), BI befolgt diese Deutungsmethode nicht (vgl. 28 תמורהab). Ebenso werden in BI auch andere Wörter, die im Sifra als Ausschliessungsformen (מיעוטים) gelten, nicht als solche gedeutet, so die Wörter הוא und אותו, vgl. Mech. de R. Ismael zu Exod. 12, 11 und 22, 30 mit der Mech. deR. Simon das., ferner S.־Num. zu 5, 18 und zu 15, 19 und Sifrö sutta (im Jalkut) zu 15, 3; 19 und 27, 20. Ausführliches über die Differenzen zwischen R. Ismael und R. Akiba in bezug auf die Deutung der Schrift vgl. in ״Zur Einleitung in die halachischen Midraschim“ S. 5—12. 8. Betrachten wir nun zuerst die in MT befindlichen Auszfige aus dem Midrasch haggadol, die dem Teil A des Sifrö-Deut. parallel laufen (MT 1—47!6 und Nachträge 258- 260 27), so finden wir, dass dieselben fast alles enthalten, was Sifrö darbietet. Manches Stück des Sifrö, das im Midrasch haggadol an der urspr&nglichen Stelle fehlt, ist dort anderweitig zu finden, so z. B. Sifrö (ed. Friedmann) p. 72 a f. im Midrasch haggadol zu Gen. (ed. Schechter)S. 307; Sifrö p. 76bf. zum grossen Teil in Mech. deR. Simon S. 168; Sifrö 77b in MT S. 25936—2608; Sifrö 81b zum Teil in MT 20!0-13• Wir können also mit Sicherheit behaupten, dass unser Sifre-Deut. dem Midrasch haggadol vollständig Vorgelegen hat1). Allein der Sifrö des Mid. hag. war noch vollständiger als unsere Ausgaben dieses Buches, und so kann man in MT so manche Stücke .finden, die sicherlich, wie in den Noten das. nachgewiesen, dem Sifrö angehören, aber in unseren Ausgaben fehlen (vgl. die oben S. 306 Note angeführten Stellen). Mit gleieher Sicherheit dürfen wir aber behaupten, dass der Mid. hag. zu den in Rede stehenden Partieen der Thora ausser dem Sifrö noch eine Mech. deR. Ismael besessen hat, die zwar zum grossten Teil mit dem Sifrö gleichlautend war2), aber dennoch am Anfang (zu דברים und ואתחנן) ziemlich viele Stücke enthielt, die im Sifrö niemals gestanden haben. Gleich am Anfang von MT befindet sich ein Midrasch, mit dem wohl die Mechilta zu Deut, begonnen, den aber der Sifrö (ein Grund lässt sich hierfür nicht *) Es ist nur zu bedauern, dass dieser einige, wenn auch nur wenige Stücke des Sifre weggelassen hat; so. vermissen wir dort schmerzlich das wichtige geographische Stück von Sifre 85;b.. *) Vgl. Vorwort zu MT S• IV.