Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 336)
- Language
- German
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308 5. Die besonderen Merkmale der Midraschim aus BI sind zuvörderst die Namen gewisser Tannai'm, die nur hier, aber nicht in BA Vorkommen. Es sind dies: a) ר, יאשיה und ר׳ יונתן, die Schüler R. Ismacls (Menachoth 57 b), die in der Mischna und im echten Sifra nicht zu finden sind. Zu diesen gehört auch ר, אחי oder ר׳ אחא, der Sohn des ר׳ יאשיה. b) ד יצחק, nach Halevy (Dor. Har. II, S. 185 ff.) ein Zeitgenösse des ר׳ נתן. Indessen disputierte er noch persönlich mit R. Ismael, MT 144 13. Er fehlt im Sifra und im Teil B des Sifr6-Deut., (wo er blos in einer späteren Interpolation vorkommt). c) איסי, das ist וסף הבבלי•, ein Lieblingsschüler des R. Eleasar b. Schammua (Menachoth 18a). Er wird mit verschiedenen Nebenbenennungen angeführt (vgl. Joma 52 b1). Man begegnet ihm öfters in BI, aber nicht in BA. Das gleiche gilt d) von אבא חנן (oder הנין, auch חנון) im Namen des R. Elieser (od. R. Eleasar), sowie e) von נתן n, dem berühmten babylonischen Tanna, der niemals im Sifra und im Teil B des S.-Deut., dagegen 39 mal in S. -Num. und 81 mal in Mech. de R. J. zu Exodus sich findet. Der Umstand, «lass '־ s fast nur babylonische Tannaim sind, die in BI und nicht in BA auftreten (über ר׳ יאשיה und ר, יונתן vgl. Halevy 1. c. S. 178ff.), Hesse die Vermutung aufkommen, dass die BI־Midrasch1m in Babylonien redigiert worden sind. Allein in den von Harkavy herausgegebenen Responsen der Geonim (זכרון לראשונים) Nr. 229 (S. 107) wird gerade unsere Mech. de R. Ismael zu Exod. 1מכילתא דארץ ישראל genannt. Wenn wir nun auch hier vor einem schwer zu erklärenden Rätsel stehen, so ist die Erscheinung an sich genügend, ein Kriterium für die Zugehörigkeit eines Midrasch zu BI abzugeben2). 6. Als fernere Merkmale des Ursprungs der Midraschim dienen uns die in denselben gebrauchten Termini, welche in BI anders sind als inBA. Anstatt יכול hat BI zumeist שומע אני oder ג) Ein Versuch, die verschiedenen Namen zu erklären, ist in ״Zur Ein!, in die hal. Midr.“ S. 39 zu finden. ף Minder sicher ist das Merkmal, dass in BI R. Simon stets ר׳ שמעון בן יוחאי genannt wird, während in BA blos ר׳ שטעון steht, vgl hierüber ״Zur Einl. in die hal. Mid “ S. 70 Anm. 2.