Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 335)
- Language
- German
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307 tischen Untersuchung ist es angemessener, den Sifrö Deut. in folgende drei Teile einzuteilen: A. Erster agadischer Teil, 58—1 פ״סקא. B. Halachischer Teil, 303—59 פיסקא. C. Letzter agadischer Teil, 357—304 פיסקא. Der erste agadische Teil enthält, wie bemerkt, auch einige halachische Stücke. 4. Es ist bereits an anderer Stelle gezeigt worden, dass unsere tannai'tischen Midraschim, besonders deren halachische Partieen, von zwei durch besondere charakteristische Eigentümlichkeiten sich von einander unterscheidenden Schulen ihren Ursprung haben, von der Schule des B. Ismael (Be ß. Jischmael) und der des ß. Akiba (Be ß. Akiba1). Die charakteristischen Eigentumlichkeiten des BA findet man am deutlichsten ausgeprägt im Sifra zu Leviticus, die des BI in der Meehilta des B. Ismael zu Exodus und im Sifre zu Numeri2). Während nun der halachische Teil B des Sifre-Deut. sich vorwiegend als BA erweistä), ist der Teil A mit Ausnahme von 58—55 פיסקא sicherlich und der Teil C wahrscheinlich als BI zu erklären. Der Teil A zeigt dies deutlich sowohl in seinen halachischen als in seinen agadischen Partieen, in denen mehrere Stücke mit Meehilta de B. I. zu Exodus und Sifrö Numeri ״gleichlautend sind, und die Terminologie sowie die Namen der dort auftretenden Tannaim den Ursprung aus BI be* künden. In Bezug auf den Teil C ist es wahrscheinlich, dass er ebenso wie der zum grössten Teil aus Agada bestehende erste Teil (A) dem BI entstammt, umsomehr als wir jetzt wissen, dass auch der Bedaktor der Meehilta de B. Simon b. «Tochai seine agadischen Teile der Meehilta des B. Ismael entnommen hat. Den Grund hierfür haben wir im Vorwort zur Meehilta de B. Simon S. XI zu finden versucht. — Es wird sich nun leicht zeigen, dass in unserem MT auch im mittleren halachischen Teile viele Excerpte aus einer Meehilta der Schule B. Ismaels enthalten sind. 0 Der Kürze halber seien die Ismaelschen Midraschim mit BI und die aus R. Akibas Schule mit BA bezeichnet. 2) Von der Agada des Sifre Num. gilt diese Behauptung nicht überall. s) Vgl. meine Schrift »Zur Einl. in die hat Midr.“ S. 68 ff.