Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 319)
- Language
- German
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291 sehalmi, wer sind diese Kubbin? d. h. welche ßubbin meint er und er antwortet: die Targemünia. Das ist die Mehr• zahl von Targeman, mit welchem Worte man in Babel die Amoraim von Bab an bezeichnete.“ Soweit Bapoport. Diese ganze Erklärung lässt sich mit den geschichtlichen Tatsachen nicht in Einklang bringen und werden wir darauf bei Levi, Bab und Babba bar Ghana zurückkommen. Zu staunen ist aber, dass Bapoport nicht selbst merkte, dass seine Erklärung durch die Jeruschalmi-Stelle selbst widerlegt wird. Nach seinen Worten verstehen wir unter ״Bubbin“ Bab, Levi und noch eine Schar Jünglinge, die von Palästina nach Babylonien auswanderten, das vor ihrem Erscheinen leer von jeglicher Thora war. B. Jochanan sagt doch aber selbst: ״Unsere Lehrer in Babylonien sonderten Truma und Maasser ab, bevor die Bubbin kamen und es störten“. Wenn man also unter den Bubbin Bab und Levi sowie die sich ihnen anschliessenden versteht, müssen doch unter den Lehrern in Babylonien, welche die Truma absonderten, die Thoragelehrten verstanden werden, welche vor Bab und Levi in Babylonien lebten! Gibt es denn einen besseren Beweis und ein klareres Zeugnis als dies, dass auch vor Bab und Levi in Babylonien ein ganzes Geschlecht so bedeutender Gelehrter lebte, dass selbst ein B. Jochanan sie ״unsere Lehrer in Babylonien“ nannte! Und doch entging das Bapoport, der behaupten konnte, dass sie nach Babylonien hinzogen das damals leer war von jeglicher Thora“. Dem wollen wir noch den Abschnitt 5 (S. 177 f.) hinzufügen. ״Bapoport verlangt von Scherira, dass er die Gelehrten nenne, welche vor Bab und Samuel in Babylonien waren, Wir aber verlangen von Bapoport etwas Leichteres. In der Mischna Sebachim 11 sagt ß. Simon b. Asai: ״Ich hörte aus dem Münde 72 Gelehrter, an dem Tage, an dem man den B. Elieser ben Asarja einsetzte . . Jene Gelehrten befanden sich doch an der Hochschulstätte Israels, über welche alles, was uns geblieben ist, seinen Weg zu uns nahm. Vielleicht tut uns Bapoport den Gefallen, uns mit Namen die 72 Gelehrten zu nennen, die damals an der Spitze Israels in Jabne standen, jene Gelehrten, von denen in der Mischna die Bede ist.