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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 315

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 315)
Language
German
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287 Wenn wir nun nichts wüssten van all dem, was vorher in Babylonien war, und das wir noch im einzelnen dartun werden, könnten wir schon aus dem Obigen entnehmen, dass damals, als Kab nach Babylonien kam, bereits ein ganzes grosses Geschlecht von Amoraim dort vorhanden war. Wir werden selbst noch weiterhin eine grosse Zahl von denen erwähnen, die alle mit Rab diskutierten, dessen vollwertige Kollegen waren und die all ihr Wissen sich in Babylonien bei den Gelehrten, die vor ihnen dort gelebt, angeeignet hatten. Wir finden sogar dort den Lehrer Rabs selbst; heisst es doch in Erubin 8: ״Es lehrt: Rab Kahna b. Tachlifa im Namen des.im Namen R. Kahnas, des Lehrers Rabstt. Weiss, der ganz Rapoport folgt, bemerkt (Dor Dor Wed. III, 147): ,,Nur das wissen wir, dass der Resch Galutha, der zu jener Zeit lebte, als R. Simon b. Gamliel in Palästina Patriarch war, seinen Sohn R. Nathan Hababli dorthin schickte, damit er dort Thora lerne, ohne Zweifel deshalb, weil er wusste, dass er in seinem Geburtsland Babel das nicht erreichen konnte.“ Nur mit Staunen können wir solche Worte lesen, die weiter nichts bezwecken, als Bekanntes zu verleugnen, denn an einer andren Stelle sagt Weiss selbst gerade das Gegenteil. Auf Seite 168 führt er nämlich folgendes aus: ״Zwei Gelehrte gab es in diesem Zeitalter, die mit ihrer Weisheit und ihrem Wissen einen grossen Einfluss auf diese neue Zeit ausübten, der eine war R. Nathan Hababli. Während der Hadrianischen Verfolgungen lebte er nicht in Palästina, sondern in der Ferne beklagte er das bittere Los seiner verfolgten Brüder, von denen er sagte: ״Das Schriftworte: ״Die mich lieben und meine Gebote beobachten“ bezeichnet Israel, das in Palästina lebt und sein Leben für die Gebote Gottes hingibt“ (Mechilta). Als er nach Palästina kam, nahm man ihn zu Ehren seines Vaters, der Resch Galutha in Babel war, sehr freundlich auf, und als das Sanhedrin und das Patriarchat in Uscha wieder neu entstand, entsprach es ihrer Absicht, die Babylonier heranzuziehen ... Sie handeltelten daher klug, dass sie den R. Nathan Hababli zum Ab-Beth-Din erhoben; R. Nathan war“ übrigens dessen würdig infolge seines hohen Wissens und seiner Charaktereigenschaften/

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