Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 291)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3486266-3486277--2340-3489146- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
263 Uebrigens liess sich Bielitz für seine auch Bressler vorteilhaften Bemühungen von letzterem in klingendem Gelde abfinden, wozu noch seitens desselben die Obligation von 500 ßtlrn. Kaisergeld ״Zacharias Mendels, Jud en-Marschalls von Krakau“1), kam 2) und überdies noch eine besondere Belohnung seitens des Sohnes Bresslers 3). Da wegen der 1708 in Kleinpolen herrschenden Pest4) der Breslauer Kat dem Eintritte der polnischen Handelsjuden in die Stadt Schwierigkeiten machte und Bressler daher Mindereinnahmen hatte, wandte sich der erstere an den König von Pol«11־ mit der Bitte, dem Gläubiger die weitere Erhebung der Abgabe von den Juden dieser Landschaft über den l. August ninaus bis zu seiner völligen Befriedigung zu gestatten5). Ob hierauf eine Antwort ergangen ist, ist mir bisher nicht bekannt geworden. Im Jahre 1678 wurde seitens der Vertreter der gesamten polnischen Judenschaft bei dem Breslauer Kämmerer Georg Miltner v. Miltenberg eine Anleihe im Betrage von 6360 ßtlrn. aufgenommen, welche bei einer jährlichen Ratenzahlung von 530 Rtlrn. nach Verlauf von 12 Jahren getilgt sein sollte. In der hierüber Donnerstag nach Exaudi des genannten Jahres zu Lublin ausgestellten Obligation verpflichten sich der ״oberster Aufseher über alle undj egliche Judenschaft im ganzen Königreich Polen und Direktor des anitzo zu Lublin gehaltenen General Convents und wir verordnete achtzehn Landes Ältesten der gesamten Juden aller vier Länder des Königreichs Polen“ ausser der bereits 1) Dieser Zacharias Mendel ist offenbar identisch mit dem im Jahrbuch 111 S. 116 erwähnten Mitgliede der im Jahre 1712 zu jaroslaw tagenden Vierländersynode Sacharjah Mendel von Krakau, ebenso zweifellos mit den! im Jahre 1701 erwähnten «Juden-Marschall Mandel Cantrowitz von Krakau“ (s. Hdschr. J. 37, 3, Bl. 29 a.) 2) Das. Bl. 340-341, vgl. auch das. Bl. 206-7. 3) Das. Bl. 210. 4) Übrigens war in dieser Zeit auch Grosspolen von der Fest heimgesucht, vgl. Brandt in der Ztschr. d. hist-Gesch. f. d Prov. Posen, XVU 301 ff. 5) Schreiben von 17. März 170$, s. Hdschr. F 12! 2* Bl« 262•