Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 277)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/2781487
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249 Fähigkeit, der Esau zum tüchtigen Jäger machte, war es aber auch, der ihm die Herrschaft über das Vertrauen des Vaters ermöglichte״ So führt über den פשט der Weg hier, wie auch sonst, zu dem erschöpfenderen דרוש. Der פשט bleibt auf ebnem Boden stehen, verfährt gleichsam rein deskriptiv und überlässt die Ausbeute und Assimilierung des Gedankenschatzes dem דרוש, der von höherer Warte und im grösseren Zusammenhange die Einzelteile dem Ganzen unterordnet. II. Zu I. M. 14, 13 s. v. ויבא הפליט bemerkt Raschi: לפי פשדטו זה עוג שפלט מן המלחמה והוא שכתוב כי רק עוג נשאר מיתר הרפאים וזהו נשאר שלא הרגוהו אמירפל וחבריו כשהכו את הרמאית בעשתרת קדניס, תנחומא. ומדרש בראשית רבה זה עוג שפלט מדור המבול וזהו מיתר הרפאים וגו׳. (Diese LA scheint vor den anderen, bei Berliner mitgeteilten den Vorzug zu verdienen.) Die Schwierigkeiten häufen sich hier so sehr, dass man kaum darüber hinweggehen kann. Ist das ״Wortsinn״ oder ״einfache Hermeneutik״ oder wie man sonst immer den פשט übersetzen mag, wenn unter dem פליט gerade עוג verstanden wird? Weiter: wenn פשט und דרוש darin übereinstimmen, dass es sich um עוג, und nur um diesen handeln kann, worin unterscheiden sich dann beide überhaupt noch? Ist es im Grunde nicht völlig irrelevant, ob, dieselbe Persönlichkeit vorausgesetzt, diese darum פליט genannt wird, weil פלט מן המלחמה oder שפלט מדור המבול? Hätte wirklich d i e Auffassung Recht, die dem דרוש immer die abstruseste Erkärungsart zuschreibt, so dass, wenn schon der פשט die Normalgleise verlässt, der דרוש diese Extratour noch um eine besonders ausgefallene Extravaganz übertrumpfen muss? — Die genaue Betrachtung des von Raschi angezögenen Verses V. M. 3,11 liefert den Leitfaden durch dieses Rätselknäul. Merkwürdig genug; alle Übersetzungen z. St. lauten korrekt: ״denn nur Og war übrig geblieben vom Rest der Rephaim״; aber kein Commentar nimmt von der Schwierigkeit, die sich hier birgt, auch nur Notiz. Die Worte נשאר מיתר geben doch Kunde von zwei katastrophalen Ereignissen, welche im Laufe der Jahrtausende über die רפאיים■ hereingebrochen sein mussten; von einem ersten unheilvollen Tage,