Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 275)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/2781487
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24? Mittel zur Prüfung der Frage bieten, ob auch nur für Raschi jene Definition als ausreichend und erschöpfend gelten kann. * * * I. Zul.M. 25, 28 s. v. כי ציד בפיו bemerkt Rasehi: בפיו נתרנומו בפיו של יצהק ומדרשו בפיו של עשו שהיה צד אותו ומרמהו בדבריו. Die angezogene Targumstelle lautet: ״) ארי מצידיה הוה אכילweil er von seinem Wildpret ass“) und demgemäss, oder daraus hervorgegangen, bewegt sich auch die allgemein recipierte Übersetzung (״denn dessen Wildpret war für seinen Mund“ Zunz, ״denn er ass von seinem Wildpret“ Wohlgemuth usw.) in der Richtung, dass sie die Liebe Isaaks zu Esau ans seiner Vorliebe für dessen Waidheldentum erklärt. Dass das כתרנומו in Rasehi für פשוטו steht, erhellt aus der Gegenüberstellung der anderen Erklärung als מדרש; überdies spricht z. B. Raschbam z. St. mit den Worten פשוטו כתרגום dies noch ausdrücklich aus. Nach dieser Auffassung wäre also pschatgemäss nur die Übersetzung, welche als Subjekt des בפיו Isaak ansieht und im Übrigen den ganzen Sinn des Wortes lediglich durch Combination erschliesst. Wie kommt nun der דרש zustande? Er hält sich an die einfache Wortübersetzung, ״denn er (Isaak) war ein Wild in seinem (Esaus) Munde“ und erklärt entsprechend, dass Esau durch listige Reden den Vater über seine sittliche Minderwertigkeit hinwegzutäuschen verstand. (S. R. Hirsch z. St. sucht dem דרש zu seinem Rechte zu verhelfen, und übersetzt: ״denn er war auch Jäger mit seinem Munde“. Die Schwierigkeiten, die dieser Erklärungsart sich entgegenstellen, liegen aber auf der Hand.) — Prüft man nun unvoreingenommen die beiden Uebersetzungen, so kann man nicht umhin, anzuerkennen, dass der Forderung nach Berücksichtigung des einfachen Wortsinns hier nur der דרש entspricht. Wenig glücklich erscheint der Versuch Ibn Esras die Worte als defektiven Satz zu fassen und היה מביא als Prädikat zu ergänzen, (״denn er brachte Wild für den Mund Isaaks“), wogegen schon Ramban seine Bedenken äussect, ohne aber selbst eine befriedigendere Lösung vorschlagen zu können. Es bleibt dabei, dass Wortsinn und פשט sich in diesem Fall keineswegs decken. Und wollte man im Zunzschen Sinne für den פשט hier die natürliche Her•