Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 240)
- Language
- German
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212 Seine Gattin Rachel Mirjam, die ihm eine treue Stütze und Lebensgefährtin war und der vornehmen Familie des Samuel Lucka ף in P r a g entstammte, starb in Fürth am Sabbath, 17. Kislev (26. November) 1836. Kele, die einzige Tochter, die ihre Geschwister überlebte, war die Gattin des Maier Arnstein 1 2) in Fürth; deren Tochter Krenle, die Namensträgerin ihrer Urgrossmutter mütterlicher Seite, wetteiferte mit ihren Eltern in der Pflege des R. Wolf Hamburg während einer zweijährigen Krankheit3). Von den Werken R. Wolf Hamburgs nennen wir: 1. שער ד.ןקנים (Sulzbach 1830), dessen erster Teil verschiedene Hespedim und Deraschoth nebst einigen Rechtsbescheiden und Belehrungen von R. Meschullam Salomon Kohn enthält. Im zweiten Teil werden seine eigenen Gutachten nebst Kontroversen und Meinungsäusserungen seines Freundes R. Mendel Kargau veröffentlicht. Die Gutachten beziehen sich auf Anfragen von Schülern (R. Seligmann Bär Bamberger in Würzburg, R. Jomtob Sänger in Buttenwiesen, R. Hirsch Berlinger in Berlichingen, R. Nathan Schnaittach u. a.) und befreundeten Gelehrten (R. Mosche Tubjo Sondheimer in Hanau, R. Wolf Fulda in Frankfurt a. M., R. Abraham Bing in Würz bürg, R. Bezalel Ransburg in Prag, R. Samuel Ullmann und R. Isserl Lissa in Hohenems, R. Gabriel Adler in Mühringen, R. Salomo Kohn in Zülz u. a.) 2. שמלת בנימין mit נחלת בנימין und שער בנימין (Fürth 1840/41) enthält Rechtsbescheide, talmudische Novellen, Deraschoth und Kontros über Beschneidung. Das Werk wurde vom Verfasser herausgegeben, nachdem er von zwei in zwei Jahren aufeinanderfolgenden schweren Krankheiten genesen war. Den Erlös des Buches nach Abzug der Druckkosten bestimmte er als Beisteuer für mittellose, fromme junge Leute, die aus wandern 1) Samuel Lucka gehörte zum Familienkreise des hohen R. Lob in Prag und war auch Schwiegervater des R. Herz Scheuer in Mainz; cf. Jahrbuch 111,237. 2) Er liess das von seinem Schwiegervater verfasste קול בוכים drucken und wird mit seiner Mutter Bilga von dem Verfasser des מנחי[ עני (Furth 1787) als dessen Wohltäter gepriesen. 3) Vgl. שמלת בנימין II. Vorwort.