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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 225

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 225)
Language
German
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IRI
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197 R. Josef Steinhart hatte drei Frauen. Die erste, Chaja, war die Tochter des gelehrten R. Akiba Kohn Spira*); sie starb c. 1758. Die zweite Frau war die bekannte ״RebbizinKronäel* Tochter des R. Löb Berlin, Schwester des R. Jesaja Berlin (Pick), des R. David Berlin 1 2), des R. Lipmann, Rabbiners in Eisenstadt3) und des R. Hirsch, Rabbiners in Lissä4); Schwägerin des R. Naftali Hirsch Katzenellenbogen, Rabbiners in Mergentheim und Mannheim5); Enkelin des Mordecbai Mochiach aus Eisenstadt, der 1729 in Pressburg starb6). Kröndel war in erster Ehe mit Jechiel Pressburg (auch Michel Simon genannt) verheiratet und wurde 1754 nach dessen Ableben die Gattin Steinharts7). Sie war eine gottesfarchtige, geistreiche und gelehrte Frau, die von ihrem Gatten sehr verehrt wurde; er berichtet in der Vorrede zu זברון %וםף, dass seine Frau es war, die ihn zur Drucklegung dieses Werkes zunächst veranlasste. Ueberaschende Erklärungen zu Midrasch und Pijut werden in ihrem Namen zitiert 8). Sie starb nach sechsmonatlichem schwerem Leiden am 1. Siwan (80. Mai) 1775 9). Ihr 1) Vgl. ז״י p. 119 d, wo Vater und Tochter rühmend erwähnt werden. Abraham, ein Bruder der Chaja, starb 1808 in Fürth im jüdischen Krankenhause und wurde bei der Beerdigung mit dem Morenutitel ausgezeichnet; dessen Frau Teichele, die 1780 in Fürth starb, war eine Tochter des Maier Hitwitz und eine Schwester des Rabbinatsassessors Sender Mitwitz (s. o.) 2) R. David Berlin, Rabbiner in Marktbreit, Dessau und Hamburg, wo er am 18. Adar (4. März) 1771 starb; vgl. Duckesz אוה למושב p. 62; hiernach ist Berliner, R. Jesaja Berlin p. 8 und Kayserling, die jüd- Frauen, p. 178 zu berichtigen; vgl. auch mein Hathanael Weil, p. 66. Er stand auch mit R. Josef Steinhart in Briefwechsel, vgl. ז״י p. 57 a, 74 d, 82 d. 3) Vgl. Weiss, אבני בית היוצר p. 30 b. 4) Vgl. Berliner 1. c-, Lewin 1. c. p. 240. 5) Vgl. dessen Approbation zu מאמר אברהם (Fürth 1757). °) Zu dieser ganzen Verwandtschaft cf. Berliner, R. Jesaja Berlin; meine Kurpfalz p. 241 n.; Kaufmann-Gedenkbuch p. 451 ff. Mit Vergleichung der Verwandtschaft erledigen sich auch die Bedenken in דעת קחשים p. 108n. 7) Vgl. Kaufmann, Aus Heinrich Heines Ahnensaal, p. 43. Ein Sohn des Jechiel Fressburg (hier Jechiel Ansbach genannt) heiratet 1766 in Fürth. 8) R. Jesaja Berlin nennt sie אהותי המפזדסמת בבל קצמי ארץ (Vorrede zu יש סדר למשגה); vgl. ferner ז'׳י p. 17 a, 99 c; Mose Korner רשפי קשת p. 8; Jesaja Berlin הפלאה שבערכין Art. תרף und מיני תרגומא p. 3 a. 9) Unrichtiges Sterbedatum bei Korner, Berliner und Kayserling. Die Grabschrift, die ihre vielen Tugenden und den ganzen Inhalt ihrer verdienstvollen Lebenstätigkeit in würdiger Weise hervorhebt, s. im Anhang.

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