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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 220

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 220)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486277--2269-3489075
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192 Gegen Mitte des Jahres 1764 berief ihn die Gemeinde Fürth, zu der er schon früher freundschaftliche Beziehungen hatte* 1), auf ihren seit zwei Jahren erledigten Rabbinatssitz. Kurz vor dem Wochenfeste trat er die Stelle an. Bald nachher stand er auch auf der engeren Wahlliste in A110 n a, als es sich um die durch den Tod des R. Jonathan Eibeschütz erledigte Rabbinatsstelle handelte; die Mehrheit der Wahlkommission entschied sich jedoch für R. Isak Horwitz 2). Wie im Eisass, so sah Steinhart auch in Fürth eine grosse Zahl von Schülern und Talmudjüngern zu seinen Füssen, die an seinen Lippen hingen, um von ihm Belehrung und Gesetzeserläuterung entgegenzunehmen 3). Seine Talmudkenntnisse, seine scharfsinnige Auffassung der Halacha und seine logische Begründung bei Entscheidungen ritueller Fragen zeigen ihn als eine Autorität, die sich allgemeiner Anerkennung erfreute4 5). Zeugnis dessen ist die unter dem Titel זכרון יוסף erschienene Sammlung von Gutachten 6), die auf den verschiedensten Gebieten des praktischen Lebens sich bewegen. Von diesen Gutachten, um die er aus aller Herren Länder angegangen wurde, lässt sich im allgemeinen sagen, dass er in gleicher Weise, wie sein Lehrer R. Jakob Popers, sich äusserst gewandt darin zeigt, fernliegende Analogien und Belege aufzufinden und erst nach genauer Prüfung und sorgsamer Erwägung Steher der ältesten Amsterdamer Synagoge Bet Jakob und starb am 14. Dezember 1618; vgl. RdEJ 43, 275. 1J Vgl. ♦ז״ p. 84 d. 2) Vgl. Kahana מגלת ספד p. 209; Dukesz אור. למושב p. 53. 3) Vgl. Memorbuchauszug im Anhang. Im Vorwort zu משביר בר (s. u.) heisst es von ihm u. a. בחיותו יושב בק״ק פיורדא על כסא דרבנות.אליו יאספו עדרים עדרים בחורים קטנים וגדולים והוא הקים עולה של תורה זריבץ ולימד תורה הרבה בעיר כלילת יופי משוש כל הארץ אשד מעולם אנשי שם קריה נאמנה צדק ילק בה שנתנו להבחורים כל מחסורם וכ1׳. Unter seinen zahlreichen Schülern seien hier hervorgehoben: R. Mordechai Benet, Rabbiner in Nikolsburg, R. Mose Tobia Sondheimer, Rabbiner inüanau (רבו מובהק של אאמ״ו מוהר״ר יעקב קאפל לעוועגשטיין זללה״ה) und der Grammatiker Wolf Heidenheim. A) Vgl. u. a. ז״י p. 87a und 90 b, wo der גאון המפורסם הידוע לנו (d. i. R• Jecheskel Landau) ihn sehr lobt und nur in einzelnen Punkten abweichender Ansicht ist. 5) Die Drucklegung des Buches brachte dem Verfasser mancherlei Schwierigkeit; vgl. das. p. 20 c.

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