Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 219)
- Language
- German
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191 furt a. M., wo er in Gemeinschaft mit lernbegierigen Freunden und Genossen, wie R. David Dispeck *), R. Jakob Berlin *), R. Naftali Hirsch Katzenellenbogen* 2 3), R. Josef Wassertrillingen *), R. Teble Scheuer4) u. a. Gelegenheit fand, seine Talmudkenntnisse zu erweitern und zu vertiefen. In den Jahren 1746/47 lebte er als Privatmann in Sch wab a ch, wo er eine Talmudschule unterhielt und wissensdurstigen Schülern Unterricht erteilte 5 6). Auch in Metz hielt er sich einige Zeit auf und befasste sich mit Lernen und Lehren 6). 1759 erhielt er einen Ruf zur Uebernähme des Rabbinats der ritterschaftlichen Juden im Eisass mit dem Sitz in Rixheim, wo er bis 1753 amtierte7). Dann übersiedelte er nach Niederehnheim, wo er, nach dem Ableben des Rabbiners Samuel Weil in Rappoltsweiler, zum Rabbiner für das ganze Fürstbistum Strassburg ernannt wurde8). In Niederehnheim hatte er häufig Streitfälle zu erledigen, die ihn sehr belästigten9). In diese Zeit fällt auch seine Beteiligung an den Streitigkeiten zwischen Sulzbach und Amsterdam wegen des Talmuddrucks 10). *) Näheres über diese beiden Gelehrten im zweiten Teil vorliegender Arbeit. 2) Vgl. meine Kurpfalz p. 240 ff. 3) Josef b. Ensli Öttinger, Rabbinatsassessor förWassertrüdingen und Ansbach; vgl. über ihn Asulai שה״ג ed. Warschau 11 p. 30» No. 23: cf. זברון יוסף) ז״י) p. 26 b und 27 a. 4) Vgl. Jahrbuch HI, 231. 5) Vgl. באר יעקב p. 43 d, 91 d, 115 c, 117 d, 121 c. 6) Vgl.ז״י p. 23 a, 96 b. ד) Dort unterschrieb er noch im Frühjahr 1753 als (דיי; דג״ע (דגליל עלית cf. ז״י p. 4 c, 25 d. Auf die letzten Pesachfeiertage 1753 wurde er von den Vorständen der Gemeinde Mu'tzig eingeladen; er blieb dort bis zum 10• Ijar in regem Gedankenaustausch mit den dortigen Talmudbeflissenen (ז״י p. 3a.) 8) Vgl. Weiss, Geschichte und rechtliche Stellung der Juden im Fürstbistum Strassburg, p. 53 und 183. 9) Vgl. ז״י p. 83 a. 10) Vgl. Jahrbuch I, 75ff., 83ff.; Rabinovicz מאמר על הדפסת התלמוד p. 107; ז״י p. 84eff- Das am Schluss des dortigen Responsums (p.87b) citieirte Gut' achten von R. Joel Serkes findet sich in שו״ת ב׳ ח No. 4 (nicht No. 5, wie hier steht); der dort erwähnte Amsterdamer Arzt soll der Portugiese Abraham Farrar, auch Simon Lopes Rosa genannt, gewesen sein; er war Vor