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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 215

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 215)
Language
German
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187 Die drei Erstgenannten wurden designiert und es sollte einer nach dem anderen hiervon benachrichtigt werden. Eibeschütz, dem zudem noch ein Jahresgehalt von 150 fl. angeboten wurde, hätte gern die Stelle angenommen, weil ihm hier durch die jüdische Druckerei Gelegenheit gegeben war, seine Werke zu veröffentlichen und weil er aus dem Gedankenaustausch mit gelehrten Männern selbst Nutzen zu ziehen hoffte. (Siehe im Vorwort zu כרתי ופלתי). Allein die Gemeinde Metz, wo er zur Zeit als Rabbiner wirkte, bestand auf ihrem Vertrag, nach welchem der Rabbiner eine gewisse Zahl von Jahren die Stelle nicht verlassen durfte, und versagte ihm die Erlaubnis zur Übernähme eines anderen Rabbinats1). 12. David Strauss (1748—1762). David2), Sohn des Samuel Strauss3), wurde c. 1681 in Frankfurt a. M. geboren. Schon in früher Jugend in die Hallen der Thora eingeführt, wurde er 1714 in seinem 33. Lebensjahre nach Ho Ile sch au in Mähren berufen, um als Nachfolger des R. Josef Oppenheim, der nach Hannover übersiedelte, den dortigen Rabbinatsposten zu übernehmen. Nach Umlauf einiger Jahre zog es ihn wieder in die Heimat; er kehrte 1772 nach Frankfurt a. M. zurück, um dort als Rabbinatsassessor zu wirken, und blieb dort zwanzig Jahre. Von hier4) übernahm er 1743 die Rabbinerstelle in Worms, wo er als Nachfolger des Ende 1741 verstorbenen R. Mose Brod 52/נ Jahre fungierte, bis er gegen Ende des Jahres 1748 einem ehrenvollen Rufe nach Fürth Folge leistete, um die durch den Tod des R. Baruch Rapoport entstandene Lücke auszufüllen. 1) Die perfide Art, mit welcher dieses Vorkommnis von den Gegnern R. Jonathans ausgebeutet wurde, um dessen Charakter zu verdunkeln (vgl. בית יהונתן הסופר p 7 b) bildet einen neuen Beleg zu dem alten Sprichworte שנאה מקלקלת את השורה. 2) Vgl. meine Blätter 11,3 3) Samuel, Sohn Kalmanns, starb 1713 in Frankfurt a» M. (In- Schriften No. 1630). 4) Seine Abschiedsrede in Frankfurt begann er in Anspielung auf seinen Namen mit dem Satze ויברך חד ובו׳; vgl. שו״ת התם סופר אז״ח No. 156, wo R. David Strauss irrtümlich als Kohen bezeichnet wird.

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