Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 213)
- Language
- German
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185 gereichten, so waren es nicht minder die Schwiegersöhne, die dem Kranze der Familie Rapoport neue Ruhmesblätter hinzu fugten. Perl, die älteste Tochter des R. Baruch, wurde von R. Israel, Sohn des R. Naftali Herz Aschkenasi 1). des Rabbiners in T i k t i n und Lemberg, zur Gattin gewählt. Er war Rabbiner in Offenbach und Hanau, wo er in der Nacht zum 7. Ijar (18/19. April) 1744 das Zeitliche segnete. Das Buch עיר דוד von R. David Lida (ed. Amsterdam p. 68b) enthält Proben seiner talmudischen Gelehrsamkeit. R. Jonathan Eibeschütz, ein Verwandter Rapoports, widmete ihm eine Trauerrede (יערות דבש I, 26 d) 2). Seine Frau Perl starb sieben Jahre vor ihrem Gatten am Vorabend des 29. Ijar (29/BO. Mai) 17B7 3). R. Israel hatte zwei Söhne: Seeb Wolf, der in Gelnhausen und Hanau Rabbinatsposten bekleidete und jung an Jahren am 10. Tebeth 5517 (2. Januar 1757) starb; der andere Sohn Jsak war mittelbar oder unmittelbar der Nachfolger seines Vaters und starb im Alter von 52 Jahren in der Nacht vor dem 10. Ab (13/14. August) 1758 4). Rachel, die zweite Tochter des R. Baruch Rapoport, wurde die Gattin des Samuel Spiro in Prag und starb 1746. In einer Trauerrede von R. Jonathan Eibeschütz (1,81 יערות דבש b) wird er als hervorragender Gelehrter und edler Mensch bezeichnet; seine Witwe starb hochbetagt in Fürth am 6. Tebeth (12.Dezember) 1763. Eine Tochter Jares starb jung und schwanger in Fürth als Ehefrau des Gemeindedieners Koppel am 18. November 1772. *) Er starb in Lemberg am 18. Cheschwan (31. Cktober) 1711; cf. Buber אנשי שם No. 448. 2) Er approbiert 1741 משנה תירה (Jessnitz 1742). 8) Nach ihrem Tode hatte sich R. Israel mit .יבתיד. צביר einer Tochter des R. Efraim Aschkenasi und Enkelin des R. Zbi Hirsch Aschkenasi (זזבם צבי) verlobt; die Heirat kam nicht zustande und sie wurde 1743 die dritte Frau ihres Onkels R. Jakob Emden; vgl. Kahana מגלת ספר p. 162. 4) Debora, die Frau Isaks und Tochter des Rabbiners Samuel Helmann in Metz, schloss nach dem Tode ihres ersten Gatten eine zweite Ehe mit R. Isak Duckla in Press bürg und starb 1781 in Nikolsburg (Mitteilungen für jüd. Volkskunde 1907, p. 29.) Perl, Isaks Tochter und Namensträgerin ihrer Grossmutter, war die Gattin des R. Selig b. Gerson Pulitz in Nikolsbürg, wo sie 1772 starb (ibid. p. 28). Über die von R. Isak ausgestellte Approbation zu ס, איר חכמים cf. Rahmers Lit. Bl. 1890, p. 90.