Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 212

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 212)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3486266-3486277--2261-3489067
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

184 die Reinigungsgesetze der jüdischen Frauen (hebr. mit deutscher Übertragung), und von נאקת ישראל, Gebete bei Choleragefahr (Rödelheim 1881). Eine Tochter des Wallersteiner Rabbiners Zbi Hirsch, namens Lea, war an Seckel Bär Falkenau in Fli rt h verheiratet 1). Der dritte Sohn des R. Baruch Rapoport hiess Binjamin Wolf, gewöhnlich Wolf Fürth genannnt; er wurde am 4. Juni 1720 in Fürth geboren und starb als Rabbinatsassesor in Nikolsburg2). Sein Sohn Isak war zuerst Darschan in Nikolsburg, wo er die Tochter des dortigen Rabbiners R. Gerson Pulitz3) zur Gattin nahm, und dann Rabbiner in Leipnik; dort starb er nach segensreicher Lebensarbeit 4). Der Sohn dieses Isak, Binjamin Wolf, der Namensträger seines Grossvaters, starb im Alter von 83 Jahren am 9. Nissan (14. April) 1837 als Rabbiner in P ap a (Ungarn), wo er 56 Jahre amtierte. Sieben Werke, die er hinterliess und die nur teilweise gedruckt sind, bezeugen sein bedeutendes Wissen. Eine Tochter des R. Isak Rapoport wurde die Gattin des R. Ephraim b. Abraham Chajut, von dem ein Commentar zur Pesachhaggada mit dem Titel ירם טוב מקרא (Livorno 1819) und אשל אברהם (das.) erschienen sind. Wenn die Söhne, Enkel und Urenkel des R. Baruch Rapoport dem Gelehrtenstamme, dem sie entsprossten, zur Ehre 1) Vgl. Vorrede zu תחשי רשב״ץ. Ueber die Familie Falkenau wird der zweite Teil vorliegender Arbeit Näheres bringen. 2) Mitteilungen für jud. Volkskunde 1907 p. 24; das dort angegebene Sterbejahr 1744 erscheint verdächtig, da R. Baruch Rapoport, der 1746 starb, mit זצ״ל bezeichnet ist. 3) Er war 1753 Ortsrabbiner in Nikols bürg, wurde 1758 mährischer Landesrabbiner als Nachfolger des R. Mose Lemberger und starb 1772; cf. Kaufmann-Gedenkbuch, p. 379; mein Nathanael Weil p. 66. *Der an dieser Stelle in n. 1 verzeichnete Hinweis auf הות יאיר חדש stellt sich nachträglich als Irrtum heraus, da die dortige Trauerrede sich nicht auf R. Gerson Pulitz, sondern auf den 1789 verstorbenen R. Gerson Chajut bezieht, der gleichfalls Rabbiner in Nikols bürg war). 4) Er approbierte 1779 שיחת חולין und stand auch mit seinem Verwandten R. Jecheskel Landau in gelehrtem Briefwechsel; vgl. נודע ביהודח I Eben Haeser No. 46 und 47.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.