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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 211

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 211)
Language
German
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183 geteilt worden war. 1772 wurde er nach Bonn als Landrabbiner des Kölner Kreises berufen. Hier wirkte er segensreich als Thoragelehrter und Menschenfreund. Besonders machte er sich um den Wiederaufbau der am 28. Februar 1784 durch Überschwemmung zerstörten Synagoge in Deutz verdient, indem er Aufrufe zu Beiträgen erliess. Er starb am 3. Adarll (12. März) 1788 in Bonn und wurde in Rheindorf beerdigt * 1). Ein anderer Sohn des Wallersteiner Rabbiners, R. Simcha Bunem, schloss sich in Heidingsfeld nach seiner Verheiratung2) dem Kaufmannsstande an, fand aber hierin nicht die gewünschte Befriedigung; deshalb zog er es vor, sich ganz dem Talmud- Studium zu widmen und übernahm eine Zeitlang die Stellvertretung seines Onkels Löb in Heidingsfeld bei seinen auswärtigen Berufsgeschäften. Dann übernahm er das Rabbinat von Marktbreit und dem Schwarzburger Kreis und übersiedelte von hier 1772 nach Wallerstein als Nachfolger seines Bruders Isak, dessen Nachfolge er alsdann auch 1788 in Bonn antrat. Unter seinem Vorsitz wurden 1801 die Satzungen der neugegründeten jüdischen Gemeinde in Köln entworfen. Er ist Verfasser der Werke (3חרושי הלכות רשב״ץ auf כתובות וגטץ sowie פרפרת רשב״ץ auf Ps. 119 und auf die Sprüche der Väter. Diese beiden Bücher liess er, als er schon in höherem Alter stand, zur Förderung des Thorastudiums auf eigene Kosten drucken und überallhin kostenlos versenden. Er starb am Vorabend von Dienstag, 11. Nissan (8/9. April) 1816 in Bonn und wurde in Rheindorf begraben4). Sein Sohn Samuel befand sich unter den Vorstehern der neugegründeten Gemeinde Köln und unterzeichnet als solcher die oben erwähnten Satzungen. Ein anderer Sohn, Zbi Hirsch, Rabbinatsverweser in Ges ecke, ist Verfasser von סדרי מהרה über 0 Vgl. Deutzer Memorbuch ed. Jellinek p. 66; Löwenstein, Nathanael Weil, p. 75 n. 3. Anfragen von ihm finden sich in den Responsen des R. (echeskel Landau, der ihn als seinen Blutsverwandten bezeichnet (נודע ביהודה 1 1 א״ח und II 189 י׳׳ד). Er approbierte 1762 מגירת המאיר 1764 ,ראשית הבמה und מראה כהן 1776 ,אניה בלב ים 1766 ,אליהו רבא. Auch Simon Kopenhagen erwähnt ihn in בבי נהרות p. 14 und bezeichnet ihn als grossen Gelehrten, ln חידושי הלבות רשב״ץ p. 201 a werden einige talmudische Bemerkungen von ihm mitgeteilt. 2) Seine Frau hiess Ella; cf. Vorrede zu הדושי רשב״ץ. 3) ר, שמהה בונים בר צבי רשב״ץ. 4) Vgl. Deutzer Memorbuch p. 68.

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