Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 201)
- Language
- German
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173 Wirksamkeit nur von kurzer Dauer. Nach einem halben Jahre starb er im Alter von 52 Jahren am Sabbath, 19. Tisehri(2. Okt.) 1700 נ) und wurde am darauf folgenden Sonntag zu Grabe getragen. Seine Frau Necliama war die Tochter des Hirsch Busker in S a t a n 0 w. Durch seine Tochter Lea *) wurde K. Elieser Heilbronn mit einer hochangesehenen und weitverzweigten Familie verschwägert, indem diese mit R. Mose Katzenellenbogen, dem Rabbiner in Schwabach, sich verehelichte. Aus dieser Ehe gingen hervor: R. Pinchas, Rabbiner in Wallerstein, R. Naphtali Hirsch, Rabbiner in Mannheim und R. Elieser, Rabbiner in Hagenau* 2 3). R. Elieser hatte viele Novellen zum Talmud, sowie Deraschot und Rechtsbescheide und besonders auch eine scharfsinnige Erklärung zu sämtlichen im Talmud vorkommenden הדרן עלך in einem Werke niedergeschrieben, dem er den Titel שיח הסעודה gab. Er hatte wohl die Absicht, diese Arbeit in Fürth drucken zu lassen; an seinem frühzeitigen Tod scheiterte die Ausführung. Alle diese Handschriften bilden einen wertvollen Bestandteil der Bodleiana in Oxford4). Im קול יהודה von R. Jehuda Glogau werden von ihm mehrere talmudische Novellen mitgeteilt5). Ausser der schon genannten Approbation zu ש״ע א״ה erteilte er in F ü r t b solche zu dem jüdisch-deutschen 1700) שבט יהודה) zu אשל אברהם n. (Fürth 1701). *) Brann gibt im Kaufmann-Gedenkbuch» p. 398 irrtümlich den 4. Okt. als Sterbetag an. Bei Würfel (p. 46) steht ebenfalls ein unrichtiger Sterbetag. Vgl. auch שמנה רחמו (Dessau 1701) p. 18. Eine neu aufgenommene Ab- Schrift des Grabsteins» die von dem im Kaufmann-Gedenkbuch gegebenen Texte in manchen Punkten abweicht, wird im Anhang mitgeteilb 2) Nicht Jachet, wie Brann 1. c. p. 398 n 4 schreibt; lachet hiess die Schwiegertochter der Lea, die Tochter des R. Samuel Hellmann in Metz und Gattin des R. Elieser Katzeneilenbogen in Hagenau. 3) Näheres über diese Familie s. in meiner Kurpfalz p. 240 und den Stammbaum ibid. p. 323. 4) Vgl. Catalogue Neubauer No. 469, 470, 523, 960, 1019 und 2315. 5) Vgl. ed. Homburg v. d. H. 1743 p. 43a, 45a, 48a, 49a.