Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 189)
- Language
- German
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161 Die von ß. Samuel Kaydanower \erfassten Werke sind: h ברבת הזבה, enthält Erklärungen und textkritische Bemerkungen zu den Talmudtraktaten der Ordnung קדשים mit Ausnahme von הולץ und בכורות und umfasst ein Gebiet, das bisher wenig Beachtung fand; das Werk wurde in Nikolsburg begönnen und in F 11 r t h vollendet und schon damals hoffte der Verfasser, es drucken lassen zu können 1). Der Druck wurde alsdann durch seinen Schwiegersohn Jona Chajim Kohn besorgt und das Werk erschien 1669 in Amsterdam. In der bekannten Talmudausgabe von Bärmann wurde der alte Text hiernach korrigiert2 3 *). 2. ברכת שמואל, homiletische Betrachtungen zu den Wochen-Abschnitten mit tief durchdachten Midrascherklärungen und kabbalistischen Auseinandersetzungen5), Frankfurt a. M. 1682. 3. אמונת שמואל, enthält 60 ßesponsen über verschiedene Gebiete des Schulchan Arueh, Frankfurt a. M. 1683. 4. תפארת שמואל, Korrekturen und Novellen zu verschiedenen Talmudtraktaten, zu Ascheri, Samuel Edels und zu den Turim, Frankfurt a. M. 1696. 5. סדר גיטין והליצה, ein handschriftlicher Auszug aus verschiedenen ßesponsen und Manuskripten berühmter Gelehrter, Cod. Bodl. 1805. Approbationen sind sehr wenig von ihm bekannt; ich nenne jene zu זקוקץ דנורא (Prag 1676?) und zu שערי ציון (Hamburg 1715). Kaydanower gehörte unstreitig zu jenen talmndischen Koryphäen, deren originelle Forschung und Auffassung Staunen und Bewunderung erregen muss. Bei allen seinen Entscheidungen ging er auf die primären Quellen zurück, weshalb ihm auch besonders 1l Vgl. אמ1נת שמואל p. 48 a und שו״ת בהלת שבעה Nr. 30. 2) Vgl. daselbst das Vorwort der Korrektoren vor Traktat Sebachim. Die Korrekturen in der Talmudausgabe Frankfurt-Amsterdam (1721), die vonR. Josef Samuel b. Zbi herrühren (cf. Horovitz 1. c. p. 57), wurden von R. Josef Steinhart (זכרון מסף p. 12 a) irrtümlich auf den geistesverwandten Kaydanower zurückgeführt. 3) K. bezeichnet R. Jakob Temerls als seinen Lehrer in der Kabbala; cf. dessen Approbation zu ספרא דצגעותא (Amsterdam 1669); vgL אסובת שמואל Nr. 53; Wachstein, Wiener hebr. Epitaphien p. 6 n. 1. Jahrbuch J. L. G. VI. 11»