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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 188

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 188)
Language
German
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160 Leiden zu erdulden, wobei er sein ganzes Vermögen und ausserdem noch einen Teil seiner Handschriften verlor 1). Er war Schüler des Minsker Rabbiners R. Josef b. Jiulel (Bruders des R. Mose Wolf, der ebenfalls in M i n s k und naclier in F ü r 111 Rabbiner war; s. u.) und lernte auch bei dessen Vater R. Judel, Rabbiner in Kowal. Später soll er als Wanderprediger ganz Deutschland, Polen und Lithauen bereist haben. Er gab die drei späteren Schriften seines Vaters (ברכת שמואל ,אמונת שמואל ,תפארת שמואל) mit einzelnen eigenen Zusätzen heraus und ist Verfasser des bekannten Sittenbuchs 2 קב הישר); auch gab er die תהינה des R. Chajirn Raschwitz in hebräischer und deutscher Sprache heraus (Frankfurt 1709). Seine Frau Gutei war eine Tochter des Isak Koben Gans in Frankfurt a. M.3). Zbi Hirsch starb daselbst am 15. Adar H (23. März) 1712 4). Von den Töchter Kaydanowers war Meda (starb 1678) an Naftali Herz Ivirchhain verheiratet; eine andere Tochter wurde die Gattin des R. Jona Nachum Kohn, Bruders des 5ש״ך), und die dritte heiratete Jesaja Kohn in W i t e b s k. Eine Tochter des R. Zbi Hirsch Kaydanower wurde die Gattin des Henle Kirchhain, Verfasser von שמחת הנפש; dieser Ehe enstammte eine Tochter Mirjam, deren Gatte R. Naftali Hirsch Wassertrilling Rabbiner in Hessen war. Zu dem Verwandtenkreise Kaydanowers gehörte ausser dem schon genannten R. Sabbatai Kohn (ש״ך) noch R. Efraim b. Jakob (שער אפריים), R. Joel Serkes (בית הדש), R. Josua von Krakau (מניני שלמה), R. Jehuda Löb, Rabbiner in Stabnitz u. a. m. 0 Vgl. Vorrede zu ^ברכת שמוא, sowie Vorrede und Epilog zu תפארת שמואל. 2) Dieses Sittenbuch behandelt in 102 Abschnitten die verschiedensten religiösen und ethischen Fragen und enthält eine Fülle von moralischen Sentenzen, Gleichnissen und Märchen; es fehlte früher in keinem frommen jüdischen Hause, wo es besonders am Sabbathnachmittag die ständige Lektüre der Frauen bildete. Es wurde zum erstenmal in Frankfurt a. M 1705/6 gedruckt und erschien siebenmal ohne deutsche Uebersetzung, viermal mit ihr und einmal ganz deutsch. 3) Gans bestritt mit seinem Sohne Jehuda Löb die Druckkosten für die von Zbi Hirsch herausgegebenen Werke Kaydanowers und starb in Frankfurt a. M. (Inschriften Nr. 861). 4) Inschriften Nr. 1608. 5) Vgl. meine Kurpfalz p. 224 n. 3; R. Jona Nachum war Rabbiner in Sochaczew und besorgte den Druck von ברכת ד״זבח.

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