Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 185)
- Language
- German
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157 Auch zu dem von seinem Grossvater Abraham verfassten עמק ברכה schrieb R. Scheftel Novellen. Unter seinen Schülern werden E. Samuel Meseritz, Verfasser von נהלה שבעה, und R. Mordechai b. Naftali Hirsch Kremsier genannt, Verfasser von קטרת המזבח oder תוספות מהיי״ם (Amsterdam 1660), קטרת הסמים .(daselbst 1671) und קינה על ק״ב אלפ*ם קדושים s. 1. c. a. Approbationen von R. Scheftel finden sich unter anderen 1632 zu der lateinischen Ausgabe des Oonciiiadors von Menasse ben Israel, 1645 zu נחלת יעקב (Amsterdam 1652); ferner zu dem oben genannten קטרת הסמים, zu ש״ך על השן משפט und 1649 zu ראשית בכורים (Frankfurt a. M. 17081). Auch in שדת הבם צבי No. 65 n. No. 111 wird R. Scheftel erwähnt 2). Für die Jahre 1632—1675 zeigt sich in der Reihenfolge der Rabbineil eine Lücke, die ich nicht auszufüllen vermag. Möglich ist, dass R. Meir b. Ascher halevi, von dem weiter unten Näheres mitgeteilt wird, zeitweise die Rabbinatsfunktionen versehen hat. 3. Menachem Man b. Mose (1657 — 1660). R. Menachem Man, der gewöhnlich als Aschkenasi zeichnet, war längere Zeit Rabbiner in Krotoschin. Während der Judenverfolgungen im zweiten schwedisch-polnischen Kriege, unter denen auch diese Stadt viel zu leiden hatte3), flüchtete er von dort und wandte sich nach Fürth, wo er 1657 aufgenommen wurde und bis an sein Lebensende verblieb. Seine Grabschrift, auf verwittertem Grabstein und schwer zu entziffern, wird von Würfel (p. 44) mitgeteilt und wurde auch neuerdings von Brann im Kaufmann-Gedenkbuch (p. 409 No. 4) veröffentlicht. Das dort angegebene Sterbejahr 1655 ist aber jedenfalls unrichtig. Äbgesehen davon, dass R. Man erst 1657 nach Fürth kam, zeigen auch verschiedene Literaturnotizen, dass er keinesfalls vor 1659 gestorben ist4). *) Daneben befindet sich die Approbation des R. Naftali Hohn in Frankfurt a. M., der sich auf R. Scheftel bezieht und ihn als Gatten seiner Tante bezeichnet 2) Vgl. auch לקט שמואל von Samuel Phöbus, der R. Scheftel seinen Verwandten nennt (p. 52 b). 3) Vgl. Lewin, die Judenverfolgungen im 2. schwedisch-polnischen Kriege, p. 9. 4) Aus שו״ת חיגוך בית יהודא Nr* 126 geht hervor, dass er Ende 1658 einen