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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 182

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 182)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486277--2231-3489037
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154 und wir gehen wohl nicht fehl, wenn wir in der historischen Darstellung der Aufeinanderfolge der Rabbiner das Jahr 1607 als tenninus a quo annehmen. Hiermit mag wohl in Zusammenhang stehen, dass gegen Ende 1606 der gelehrte R. Aron Samuel b. Moses Schalom aus Krzeminiec1) eine Gastpredigfc in Fürth hielt, bei der vielleicht eine feste Anstellung in Aussicht genommen war, die aber nicht zustande kam. Die Reihenfolge der Fürther Rabbiner eröffnet 1. Simson b. Joseph (c. 1607—c. 1628). Der einzige Nachweis seiner Person findet sich in einer 1616 von ihm ausgestellten Approbation zu dem Psalmenkommentar בן דעת (Hanau 1616), in deren Überschrift er2) הגאון אב״ד דקיק פירטא genannt wird 3). 2. Sabbatai Scheftel Horwitz (1628—1632). Er wurde ums Jahr 1592 geboren und entstammte einer weitverzweigten und angesehenen Familie 4); sein Vater war R. Jesaja Horwitz I., der als Verfasser des .שליד einen weltberühmten Ruf genoss. Nachdem R. Scheftel 1622—1627 als Darschan in Prag fungiert hatte, wrurde er 1627 nach Fürth berufen, ״einer kleinen Stadt, in seinen Augen aber gross wie Antiochia, da dort hervor- *) Aron Samuel lebte 1611 in E i b e 1 s t a d t (nicht Eisenstadt, wie Michael im א1ר החייםNr. 318schreibt) und wurde 1615 als Rabbiner nach Fulda berufen, wo er etwa 1620 starb; er ist Verfasser von נשמת אדם (Hanau 1611; dort erwähnt er seine Fürther Gastpredigt) und באר שבע (das nicht gedruckt ist). Approbationen von ihm enthält Baruch b. David ספר גמלת מרדכי (Hanau 1615) und Bendit b. Josef ם׳ בן דעת (Hanau 1616); zu des letzteren דרוש על עשרת הדבחת (ibid.) schrieb er das Vorwort. Als Rabbiner von Fulda wird er bei Auerbach ברית אברהם p. 23 n. erwähnt. Sein Grossneffe war Ascher Anschel, Rabbiner in Saslaw, Verfasser von שטנה לחמי (Dessau 1701). 2) Die jüdische Schreibweise variiert zwischen ,פירטא, פיורטא, פיודט, פירט, פירד פיורד, פיודדא. Bei Scheidebriefen wird stets פיורד geschrieben. 3) Das neben seinem Namen stehende ערוכק ist schwer zu entziffern. sollte vielleicht ערלנגן zu lesen sein? E r 1 i n g e n , ein in der Mähe von Nördlingen liegendes Dorf, wo schon um die Mitte des 15. Jahrhunderts Juden wohnten, heisst seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts Kleinerdlingen. 4) Siehe Stammtafel im Anhang.

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