Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 181)
- Language
- German
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Zur Geschichte der Juden in Fürth. Y on Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein in Mosbach. Erster Teil. Das Rabbinat1). Nach allgemeiner Annahme wurden die ersten Juden in Fürth im Jahre 1525 durch den Markgrafen Georg den Frommen aufgenommen. Der Streit um die Hoheitsrechte zwischen den Brandenburgischen Fürsten in Ansbach und der Dompropstei in Barnberg, wozu noch der fortwährende Hader mit der nahegelegenen freien Eeichsstadt Nürnberg kam, verhinderte jedoch lange Zeit das Aufblühen eins jüdischen Gemeinwesens in Fürth2). /״Eine Wendung zum Besseren scheint erst im Anfang des 17. Jahrhunderts eingetreten zu sein. Wenigstens erfahren wir, dass 1601 der erste Privatgottesdienst in Fürth abgehalten wurde und 1607 die Bambergischen und Ansbachischen Juden dort einen gemeinschaftlichen Friedhof errichteten. Von dieser Zeit an datiert vermutlich auch die Sorge für Anstellung eines Babbiners 0 Dem Distriktsrabbiner Dr. Neubürger in Fürth, der schon vor vielen Jahren Notizen zu diesem Thema gesammelt und mir deren Einsichtnähme in liebenswürdigster Weise gestattet hat, sowie dem Direktor Dr. Deutsch von da, der sich um die Förderung vorliegender Arbeit ausserordentlieh bemühte, sei auch an dieser Stelle freundlicher Dank ausgesprochen. 2) Näheres hierüber findet sich bei Würfel, historische Nachricht von der Judengemeinde in dem Hof mar kt Fürth (Frankfurt und Prag 1754); Hänle, Geschichte der Juden im ehemaligen Fürstentum Ansbach (Ansbach 1867); Fronmüller, Chronik von Fürth (Fürth 1872); Barbeck, Geschichte der Juden in Nürnberg und Fürth (Nürnberg 1878); Reicke, Geschichte der Reichsstadt Nürnberg (Nürnberg 1896); vgl. auch Gedenkbuch zur Erinnerung an David Kaufmann (Berlin 1900) p. 385 ff.