Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 122)
- Language
- German
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wird hier nicht erwähnt. Da sich diese beiden Relationen nicht gat vereinigen lassen, so werden wir in solchen historischen Notizen dem Jeruschalmi den Vorrang zuerkennen müssen, weil dessen Verfasser den Ereignissen näher standen und direkte Ueberlieferungen hatten. Grätz schreibt zwar III, 1, 304, Anmerkung: »Die Identität von J. und בן סטדא wird im Talmud ohne weiteres vorausgesetzt“; das ist aber nicht richtig, er ist den Beweis dafür schuldig geblieben. Wäre es so, dann hätte R. Tarn nicht das Gegenteil behaupten können. Im Talmud wird mitgeteilt, dass der Mann seiner Mutter Pappus ben Jehuda und sie selbst Mirjam die Haarflechterin hiess. Ein bekannter Pappus ben Jehuda war Zeitgenösse des R. Akiba (Berachoth 61b). Dieser kann es nicht gewesen sein, man müsste denn annehmen, dass er so alt wie R.' Akiba geworden und dass der Vorfall in seiner Jugendzeit sich ereignet habe. Der Stifter ist nach allen historischen Berichten in Jerusalem abgeurteilt worden, man müsste nun sagen, dass die Ortsangabe בלוד sich auf die Ueberführung durch Zeugen und nicht auf den Ort der Verurteilung bezieht. Auch dafür fehlt jeder historische Beleg. Es wird daher mit R. Tarn anzunehmen sein, dass die talmudische Notiz sich auf eine andere Persönlichkeit bezieht. XXV. . Im Jeruschalmi Chagiga III, 1 sagt R. Meir in Bezug auf eine Halacha: »So habe ich von R. Akiba gehört“. R. Jochanan Hassandelar will es anders gehört haben und sagt zur Bekräftigung seiner Meinung: (1שמשתי את ר״ע עומדות מח שלא שמשת ישיבות, was der Kommentar קרבן עדה mit den Worten erklärt: שמשתי את ״ ר־ע יותר ממךIch habe bei R. Akiba länger gelernt als du“. Unzweifelhaft ist das der Sinn dieser Worte und es stimmt auch mit dem, was uns sonst überliefert ist, überein. R. Jochanan Hassandelar wird (Berachoth 22a) mit Betonung תלמידו של ר׳ עקיבא genannt; nach Bereschith rabba 61 hat ihm R. Akiba in seinem Alter die סמיכה erteilt; das meint wohl יוחסין s. v. וסמכו ר״ע בקטנותו. Diese Worte sind wohl עמידות und ישיבות« lesen nach der Form זרימת , und dgl. und haben denselben Sinn, wie das babylonische גי«יבח ,בלמידה•