Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 116)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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einzelnen Talmudstellen herauszulesen verstanden hat, um unsere grossen Männer sowie unser religiöses Gesetz zu verunglimpfen. Aus diesem Grunde haben die Übersetzer an diese r Stelle, bei der Erzählung vom Auszuge aus Ägypten und im Zusammenhang mit Mosche, das Wort övog absichtlich und mit Bedacht vermieden und dafür ein neutrales, unbestimmtes Substantiv gesetzt. Derselbe Grund muss auch an der anderen Stelle vorausgesetzt werden. Nach der Ansicht der alten Weisen, die sicherlich auch von den damaligen Uebersetzern geteilt wurde, beziehen sich die Worte Mosches 4. B. M. 16,15: «Nicht einen Esel habe ich von ihnen genommen“, direkt auf seine Heise von Midjan nach Ägypten, von der der obige Vers uns erzählt. Vgl. Midrasch Babba, Tanchuma und Raschi z. St.:אפילו כשהלכתי ממדין למצרים והרכבתי את אשתי ואת בני על החמור והיה לי ליטול אותו החמור משלהם לא לקחתי אלא משלי. «Selbst damals, als ich von Midjan nach Ägypten reiste und meine Frau mit den Kindern auf denn Esel reiten liess, wo ich doch das Recht gehabt hätte, diesen Esel von ihnen zu fordern, habe ich doch nur mein Eigentum dazu benützt“1). Wir sehen hier deutlieh, dass auch diese Stelle auf die Reise Mosches nach Ägypten bezogen wurde; es mussten daher die Uebersetzer konsequenterweise auch hier das Wort ovog vermeiden und sie setzten dafür ein anderes passendes Wort, als ob חמד zu lesen wäre. Damit ist meines Erachtens diese schwierige Stelle befriedigend erklärt. XXIII. 1. Der Ausspruch des R. Jochanan (Chulin 84 b): מי שהניח לו אביו מעות ורוצה לאבדן ישתמש בכלי זכוכית: «Wer sein Erbe vergeuden will, der möge Glasgeräte zu seinem Gebrauch verwenden,“ und zwar, wie dort näher erklärt wird, ״ זוניתא חיורתאweisses Glas“, wird von Tossaphöth daselbst als im Widerspruch stehend mit einer Talmudstelle in Sota 48 b angesehen, wo es heisst: משחרב ״ ביהמ״ק בטלה זכוכית לבנהSeit der Zerstörung des Heiligtums ist das weisse Glas nicht mehr vorhanden“. Hier und an mehreren anderen Stellen wollen Tossaphoth diesen Widerspruch durch die Bemerkung ausgleichen, dass diese kostbare Glasgattung nicht gänzlich abhanden gekommen, sondern nur sehr selten geworden sei• ‘) Die Auslegung stützt sich wohl auf das hinzugefügte אחי Und seine abweichende Punktation, vgl. RasChi und Kaschbam.