Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 106)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Rashi 2× ep/1002670
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78 Seite mitgeteilt, dass sie bereits im ס׳ שיה יצחק stehe. In der Tat wird dort bemerkt, es sei möglich, dass Raschi diese Lesart vor sich hatte. Ich glaubte aber dennoch, mit der wiederholten Veröffentlichung dieser Bemerkung nicht zurückhalten zu sollen, weil ich in der Lage bin, meine Conjektur, die dort nur vermutungsweise ausgesprochen war, durch weitere Beweise stützen zu können. Es bleibt ja nach dieser Erklärung noch immer schwierig, dass Raschi den Kap. 8, 4 stehenden Vers als den Anfang des Abschnittes bezeichnet, wenn der dazu gehörige Vers Kap. 9, 11 steht. Es wird uns das aber nicht weiter auffallend erscheinen, wenn wir bedenken, dass Raschi unsere Kapiteleinteilung, die eigentlich der lateinischen Bibel entnommen ist, noch nicht kannte. Die massoretische Abteilung ist eine ganz andere. Die Massora teilt das Buch Mischle in acht סדרים, deren zweiter von Kap. 5, 18 bis 9, 11 reicht. Dieser letzte Vers ist eben, nach obiger Conjektur, der vom Talmud zitierte Vers כי בי ירבו ימיך וכד, so dass dieser ganze Seder mit den Worten שנות חיים schliesst und daher konnte Raschi mit Recht diesen Abschnitt פרשת שנות חיים (so ist zu lesen, nicht ושנות) nennen. Wenn nun auch die Worte אליכם אישים nicht gerade am Anfänge dieses massoretischen Seder stehen, so ist das nicht weiter auffallend. Es ist bekannt, dass es innerhalb dieser Sedarim kleinere Abschnitte, פסקאות oder פרשיות, gibt und eine solche פרשח beginnt mit den Worten ועתה בנים Kap. 9,11, so dass man den Vers Kap. 8, 4 als am Anfang dieser Parascha stehend bezeichnen kann. Auch logisch bildet das Stück ein Ganzes, weil es in sich geschlossen ist und den Anruf der ״Weisheit“ an die Menschen behandelt. Im ganzen Stücke wird die Weisheit redend eingeführt. In Handschriften findet sich noch eine andere Einteilung, nach welcher Mischle 16 Abschnitte hat und wo Kap. 8 und 9 zusammen die fünfte Parascha bilden; auch damit stimmen die Worte Raschis überein. Es bleibt nur noch d i e Frage zu erörtern, warum die Gemara den späteren Vers anführt, wenn der früherstehende einer eben solchen Erklärung bedarf. Diese Frage lässt sich aber meines Erachtens sehr einfach beantworten. In dem früheren Verse (Kap. 3) steht der Ausdruck שנות חיים ושלום, was gewöhnlich *,Jahre des Lebens und des Friedens“ übersetzt wird,