Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 102)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Baalbek 1× ep/1044063
- Rashi 1× ep/1002670
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n Wort בעל nicht. Das ist aber unwesentlich. Bei der Menge von Ortsnamen, die mit בעל zusammengesetzt sind, genügte der unterscheidende Name בכי zur Kennzeichnung des Ortes. Dieses Bechi oder Baal-Bechi wird übereinstimmend von allen Forschern mit der berühmten Stadt Baal-Bek im Libanontale, unterhalb des Hermon, identificiert. Auch das (Aboda Sara 11b) zu den ständigen Cultusstätten der heidnischen Götzen gezählte עץ בבי wird von Neubauer, geographie du Talmud 298, ebenfalls gleich Baal Bechi für Baalbek gehalten. ״Die zweite Hälfte dieses Namens — Bek —״, schreibt Rosenmüller, Altertumskunde 1,2 S. 280, ״ist vielleicht aus dem ägyptischen Baki Stadt entstanden. ״ Ist diese Vermutung richtig, dann hätten wir in dem mischnischen בכי die alte, ursprüngliche Form des Namens. In talmudischer Zeit hat man dieses Baalbek, diese uralte und berühmte heidnische Cultusstätte, welche durch ihre Lage an der Nordgrenze von Palästina dem nördlichen Teile des danitisehen Stämmgebietes benachbart war, für die Stätte gehalten, wo die Daniten das פסל מיכה aufgestellt haben. Das, scheint mir, ist der Sinn des Ausspruches: ״ פסלו של מיכה עומד בבכיdas Götzenbild des Micha stand in Baalbek“. Von Baalbek schreibt B. Binjamin Tudela, es sei die Stadt בעלת, welche Salomo erbaut hat, 1. Kön. 9, 18; 2 Chr. 8, 6. Ein בעלת gehört zum Stammgebiet der Daniten, Josua 19,44. Diese beiden בעלת sind nach Josephus Antiqu. VIII, 6, 1 identisch. Damit wäre der Beweis erbracht, dass Baalbek zum Stammgebiet der Daniten gehörte. Nach dem Gesagten liegt es nahe, die beiden Erklärungen von Raschi und Raschbam zu vereinigen: בכי ist ein Ortsname und zwar בעל בכי, es wurde aber hier das Wort בעל absichtlich weggelassen, um der Stätte, wo das Götzenbild stand, einen שם גנאי anzuhängen. XVII. Ueber נרב, wo nach Sanhedrin 108 b das פסל מיכה seine Stätte hatte, habe ich keine Aufklärung gefunden. Nach dem Talmud daselbst wäre es im Gebirge Efrajim zu suchen, da es in der Nähe von Schilo lag. Es muss damit der frühere Standort des Bildes, bevor die Daniten es entführt hatten, gemeint sein; vgl. מדרש אגדת בראשית Kap. 49.