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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 92

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 92)
Language
German
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spricht deutlich genug für deren Nichtvorhandensein; לא לשתמיט תנא בשום מקרם pflegt der Talmud zu sagen. An irgend einer Stelle müsste doch von einer schriftlichen Fixierung solcher Zeichen die Rede sein. Zwar findet sich bei Raschi Berachoth 62a eine Erklärung zu שמראה בהן טעמיי תורה, woraus zu entnehmen wäre, dass die graphischen Tonzeichen vorhanden waren, denn er sagt, dass inan mit der rechten Hand auf die Tonzeichen, נגינות, im Buche hinweist. Doch hier ist, mangels anderer Beweise, die andere Erklärung Raschis vorzuziehen, dass sich dies auf das Taktschlagen mit der Hand bezieht, mit welchem der melodiöse Vortrag der Thora begleitet wurde, wie es Raschi von Vorlesern aus Palästina gesehen. Ob in talmudischer Zeit die Abteilung dev Verse in graphischer Hinsicht sichtbar hervortrat, und zwar durch einen grösseren Zwischenraum zwischen den Versen, lässt sich mit Sicherheit nicht entscheiden. Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, denn die heute sowohl wie in alter Zeit geübte Praxis spricht dagegen. Vgl. Orach Ohajim 32, 32 und מג״א ס״ק מ״ה, ferner 3 ,25 מלאכת שמיס. An der von uns besprochenen Talmudstelle heisst es zwar : מסוקי מי־הא ליתר למנויה, woraus zu schliessen wäre, dass man die Abteilung der Verse aus den! ספר תורה ablesen konnte, es ist aber auch ebenso gut möglich, dass man das ספר תורה nur benutzen wollte, um die Zahl der Verse nach der mtindlieh überlieferten Abteilung derselben festzustellen. 9. Soviel steht ja fest für uns, wenn auch die Abteilungen der Verse in graphischer Hinsicht nicht sichtbar hervortraten, dass sie ebenso wie die Vokallaute und Tonweisen zur mündliehen Ueberlieferung der Thora gehören und mit dem Schrifttext zugleich geoffenbart ,wurden, wie dies u. a. Moscatoin seinem קול יהודה zu־ Kosari III, 31 unzweifelhaft dartut. Diese lautlichen Erscheinungen bei Versschluss bestehen 1) in einer längeren Pause beim Vorlesen und demzufolge 2) in einer Dehnung gewisser kurzer Vokale z. B. מים statt מים oder in dem Hervortreten eines ursprünglichen Vokales statt des Schewa z. B. ידך statt יךך und dann 3) in einer bestimmten Tonweise des סוף פסוק. Die beiden ersten Merkmale treten aber nicht nur bei Versschluss, sondern auch bei der grossen Pause mitten im Verse, bei אתנחתא, ebenfalls in Kraft. Zum Wesen eines Verses gehört aber auch ein geschlossener Qeflapke. Wem! um diese Bedingung beim 8חןחוןא-

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