Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 84)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3486266-3486277--2133-3488939- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
war. Auf diese Weise wird es nicht schwer fallen, das geringe Plus von 43 Versen zu erklären. Es ist dabei noch weiter zu bemerken, dass die massoretische Zählung nicht immer mit unserer Abteilung der Verse öbereinstimmt. So lautet z. B., um nur einiges anzuführen, die Angabe der Massora am Ende von וישלה, die Sidra enthalte 154 Verse, während bei uns die Zahl der Verse nur 153 beträgt. Man muss daher annehmen, dass sie den Vers Kap. 35, 22, wegen der Pisska in demselben, doppelt zählte, was Salomon Dubna in seinem Tikkun Sofrim z. St. entgangen zu sein scheint. Am Ende von צו lautet die vox memorialis צו סימן, was unrichtig ist, denn die Sidra zählt 97 Verse, und ebenso muss die Angabe bei שמיני in der Wilnaer Ausgabe1) צ״ז עובדיה סימן in צ״א עבדיה סימן umgeändert werden, denn שמיני hat nur 91 Verse; die Gesamtzahl des Buches ויקרא mit 859 Versen stimmt dagegen wieder mit unserer Einteilung. 3. Verschiedenartig abgeteilt wurden auch die עשרת הדברות, je nachdem sie nach der öffentlichen oder privaten Rezitationsweise gezählt wurden. Denn bekanntlich werden sie בצבור anders gelesen als ביחיד und haben demgemäss zweierlei Tonzeichen. Am Ende von דברים ist die Zahl der Verse dieses fünften Buches auf 955 angegeben. R. Wolf Heidenheim konstatiert in seiner bekannten Pentateuchausgabe עין הסופר, dass auch die Hand- Schriften diese Angabe haben, und wundert sich darüber, da doch die Summe der am Ende der einzelnen Sidras angegebenen Ziffern über die in denselben enthaltenen Verse 992 beträgt. Wäre die Bemerkung Heidenheims richtig, dann wäre die obige Angabe des Talmuds über die Zahl der Verse in der Thora fast ganz genau; denn wir hätten dann, statt der massoretischen 5845, wobei דברים zu 955 gerechnet ist, 5845+37=5882, was der Talmud angegebenen Zahl nur um 6 Verse nachstehen würde. Diese geringe Differenz liesse sich leicht ausgleichen durch die verschiedene Abteilung der beiden עשרת הדברות, wobei jedesmal 3 Verse gewonnen werden können. 4. Indessen ist hier Heidenheim ein Irrtum in die Feder geflossen, den man bei einem exakten und vorsichtigen Forscher l) Mit wr® 'י; im תג״ך Ginsburg sind diese Angaben bereits richtiggestellt