Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 67)
- Language
- German
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39 letzten Stunde entgegen. Wenn ihn Gott zu sich nähme, würde seine Frau hilflos dastehen. Er bitte daher den Vorstand, mit Rücksicht auf seine vierzigjährigen Dienste sowie andererseits auf seine armseligen Verhältnisse, schon jetzt seinen Schwiegersohn Izaque Namias zum Hasan der Gemeinde ernennen zu wollen. Dieser fungiere bereits als H&lfsvorbeter (ajudante de Hazan) und sei beinahe schon im Besitze des Amts. Der Vorstand zog dieses Gesuch in Erwägung und nach stattgehabter Erörterung wurde besagtes Amt einstimmig dem Izaque Namias übertragen, um dasselbe zu übernehmen, nachdem der Haham Jeuda Haim, der noch viele Jahre erhalten bleiben möge, aus dem Leben geschieden sein werde. Inzwischen solle Namias seine Function als Stell- Vertreter (tiniente) des Hazan wie bisher ausüben. 10. Nissan. Abraham Seneor schenkte der Gemeinde Bet Israel bei Gelegenheit der Vermählung seines Sohnes Izaque Seneor1) eine Kann.e nebst Becken aus vergoldetem Silber von sehr kunstvoller Ausführung. Diese Gegenstände kosteten E 100 de grO*. Der Genannte hatte nämlich vier Jahre vorher bei Gelegenheit der Festlichkeit zur Geburt seines Enkels Abräo Seneor E 400 de gr2ä gelobt, wie aus dem Protokollbuch der Gemeinde Neve Salom hervorgeht. Er hatte hieran die Bedingung geknüpft, dieser Betrag solle als Zuschuss zu dem Bau einer Hauptsynagoge verwendet werden. Da dieser Bau indes nicht vor sich ging, hatte das Collegium bestimmt, die besagten E 100 de gr22 zur An- Schaffung eines Silberstückes für die Generalgemeinde zu verwenden. 5414. Am 22. Ijar ersuchte Mosse Gidon, man möge Manoel Peres veranlassen, zur Regulierung eines Rechnungsverhältnisses mit ihm, Schiedsrichter zu ernennen. Beschlossen, den Peres hierzu aufzufordern. Mossö Sacutto hatte sich in der Synagoge in lauter und unehrerbietiger Weise gegen den Gabay vergangen. Er wird in eine Strafe von 3 Reichstalern genommen und darf bis Sebuoth nicht in die Synagoge kommen. Auch wird er ermahnt, sich zu bessern, da sonst der Vorstand Abbülfe schaffen müsse. ‘) Izaque Senior (Teixeira) war der bekannte Ministenresident der Königin Christine von Schweden (Siehe Kayserling).