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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 66

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 66)
Language
German
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38 19. Adar. Man verlas das Gesuch eines gewissen Jacob Pereira, welcher von Sarray (?) gekommen war. Demselben wurden 4 Reichstaler gewährt, um seine Sachen im Gasthause aaszulösen, sowie fernere 4 Reichstaler laut Satzung. Es wurde ein Brief aus Venedig in Betreff der Auslösung Gefangener zur Verlesung gebracht. In dieser Versammlung, wie auch in einer am 26. abgehaltenen, wurde verfügt, für diesen wohltätigen Zweck 150 ducados de banquo dortiger Währung zu schicken. Dieser Betrag soll für das vergangene Jahr und auch für das laufende, bis nächsten Rosasanä, gelten, obschon die Sammelbüchsen (caixinhas) soviel nicht ergeben haben. Es wurde verfügt, folgende Satzung zu erlassen und zu verkünden: Es soll, bei Strafe der Berachä, niemand wagen, trinta, pintas oder parar (gewisse Kartenspiele) zu spielen, zu würfeln oder Hazardspiel zu treiben; derartige Spiele sollen auch an Purim oder bei sonstigen Gelegenheiten nicht gestattet sein. Nur Brettspiele sind zu erlauben. — Obiges Verbot gilt für Hambürg und dessen Gebiet. (Nachträglich hinzugefügt: Bei Strafe von 10 Reichstalern.) Es soll ferner als Verordnung bekannt gemacht werden, dass diejenigen Tudescas, welche bei Angehörigen unserer Nation bedienstet sind, sich hier nicht verheiraten dürfen, um sich in dieser Stadt niederzulassen. Falls sie sich hier verheiraten, müssen sie ausserhalb wohnen. Erlaubnis zur Niederlassung in dieser Stadt soll ihnen nicht gewährt werden. Gleich nach Pessach soll der Gemeindebeitrag (flnta) unter Abzug der Spenden (promessas) festgesetzt werden, um so alljährlich fortzufahren. Das Gesuch der Schwestern von Jacob Jezurun um Erhöhung des Tamid wird abgelehnt. Für dieses Mal erhalten sie zwei Reichstaler. Zweien Armen unserer Nation, welche von Livorno gekommen, werden je 4 Reichstaler gewährt. 1. Nissan. Das Collegium der Sieben versammelte sich in der Haupt* synagoge Bet Israel. Vor ihm erschien der Haham Jeuda Haym (am Rande steht: R. Leäo) und unterbreitete folgendes Gesuch: Er sei jetzt sehr alt und schwach und sehe daher in Bälde seiner

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