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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 44

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 44)
Language
German
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16 in Perassa, Hebräisch bis halb in Ladino1 *) (athe meio ein ladino) zu unterrichten; es werden dies 2 Abteilungen von Knaben sein. Hirn soll ein Salär von 200 gewährt werden. Drittens wählten diese Herren den Roby David Israel Pelengrino*-). Derselbe soll Unterricht erteilen in der ganzen Perassa in Ladino, bis zu den grossen und den kleinen Propheten und Rassy. Ihm sollen 300 gezahlt werden. Viertens: Der H (Hachani) Roby Mosü Israel soll Unterricht in Gemarä erteilen, sowohl denjenigen, welche für sich studieren, wie auch denjenigen, welche sich auf Deborim3) verstehen. Ihm soll ein Salär von 425 gezahlt werden. In dieser Versammlung wurden ihnen die Stellen bezeichnet, wo sie am Dreckwall (dreqal) 4) ihre Vorträge halten (meldar) sollen. Auf der Herrlichkeit soll Roby Josef Palache Unterricht erteilen von Alef-Bet bis zur ganzen Perassa auf Hebräisch und halb auf Ladino und es sollen ihm an Salär 225 gezahlt werden. In der am obengenannten Tage abgehaltenen Versammlung war das Collegium der Sieben der Ansicht, dass man wegen der vielen bei dem Collegium vorkommenden Rechnungen und Schreibereien einen Secretär (escriväo) anstellen müsse, um die Bücher zu führen, Protokolle aufzunehmen, sowie für sonst vorkommende 1I Zur Zeit der maurischen Herrschaft in Spanien wurde die spanische Sprache, zum Unterschied von der arabischen und mit Hinweis auf ihren lateinischen Ursprung, auch romance oder ladino genannt. Wir verstehen heute unter Ladino das Altspanische, die Sprache, in welcher die berühmte Ferrara-Bibel und viele unserer Gebetübersetzungen abgefasst sind. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts pflegten die Sephardim in Hamburg und Amsterdam das Ladino noch vielfach als Unterrichtssprache beim Thora-Studium zu benutzen und bis auf den heutigen Tag hat es sich bei unseren Glaubensgenossen in der Türkei und der Levante, wenngleich mit manchen fremden Beimischungen, als Umgangs- und Schriftsprache erhalten. *) Dieser Marne scheint mir ein Corruptel des spanischen peregrino, mit welchem Worte unsere Vorfahren auch einen Proselyten zu bezeichnen pflegten So wird z. B. die Stelle Exod. 12, 48 ופי יגור אתך גר in der Ferrara- Bibel wiedergegeben durch: y quando peregrinare contigo peregrino. 8) Diburim d. h. freien Vortrag und Disput. 4) Diese Strasse führt heute den Mamen ״Alterwall“. Ueber die damalige hässliche Benennung der Strasse, in welcher sich die Hauptsynagoge befand, klagte bereits Joseph Salomo del Medigo in seinem Werke •מצרף להפסד.

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