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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 430

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 430)
Language
German
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zu keiner historischen Beweisführung heranziehen. — Übrigens findet sich in demselben Jozer auch die Stelle הדש ושבת חשב להפר. Was versteht der Verfasser da unter חדש? An קדוש החדש kann, wie Ehrentreu selbst zugibt, nicht gedacht werden, bleibt also nichts anderes übrig, als die Lehrversammlungen am Neumondstage darunter zu verstehen, deren Abhaltung gestört wurde. Daher auch die Zusammenstellung חדש ושבת, und nicht, wie wir erwartet hätten, מועד ושבת. Ehrentreu hat aber selbst die Un Verlässlichkeit der Makkabäerstelle eingesehen und sägt daher: ״Wir wissen ferner und es ist allgemein anerkannt, dass die griechi*־ ״sehen Makkabäerbücher aus einem hebräischem Original geflossen ״sind, und dass der Uebersetzer seine Vorlage an vielen Stellen nicht ״verstanden und häufig den richtigen Sinn verfehlt hat. Wenn wir ״nun in einer derartigen Version eine dunkle Stelle finden, die sich so ״deuten lässt, dass sie das enthält, was wir zu erwarten berechtigt ״sind, dann werden wir nach allen Regeln der Kritik befugt sein zu ״sagen: Hier hatte das Original das, was wir suchen; der Uebersetzer ״hat es nur ungenau wiedergegeben und vielleicht gar nicht richtig ,,aufgefasst. Demgegenüber wiegen die Einwürfe Kotteks nicht sehr ״schwer. Dass es xaig svQiöxo^iävcug heissen muss, ist selbstver■׳ ״stündlich, der Fehler ist entweder auf den Uebersetzer oder auf ״einen Abschreiber zurückzuführen.11 Hier gibt also Ehrentreu selbst zu, dass der vorhandene Wortlaut im Makkabäerbuch seine Erklärung nicht 'zulässt und er vertröstet sich damit, dass der Uebersetzer das Original nicht richtig wiedergegeben habe. Wozu bedarf es aber dieser gezwungenen Auffassung, wenn die Halevysche Erklärung der Stelle eine ungezwungene Deutung ohne Emendation gibt? Ist schon eine Textänderung an und für sich eine missliche Sache, so wird sie zur Unmöglichkeit, wenn der vorhandene Text eine klare ungezwungene Deutung zulässt. Aber Ehrentreu fährt fort: ״Es heisst auch nicht, dass sie von Monat zu Monat ihre Gewalt- ״tätigkeit ausübten, sondern; dass sie ihre Gewalttätigkeit ausübten ״gegen die, die von Monat zu Monat sich einfanden, womit nicht ge- ״sagt ist, dass sie zu einer und derselben 2eit sich' eirifanden, wie ״Kottek behauptet: Die Gewalttätigkeiten können täglich geschehen ״sein. Der Text spricht nicht dagegen.“ Herr Dr. Ehrentreu meint also, dass man die einzelnen Frauen, yon denen jede zu ihrer Zeit sich aus dem Dorfe: in :die Stadt

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