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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 405

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 405)
Language
German
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345 nur Combinationen sind, erfreuen können. »Vom fahre 589 (900 Aer. Seleuc•), so heisst es bei Graetz, gibt Scherira nämlich die gleichzeitigen pumbedithanischen und suranischen Schulhäupter an.“ »Zur Zeit des Auf• tretens Mohammeds war Chanina aus Be-Gihara in Pumbeditha und R- Chananjah oder R. Chaninai in Sura ואזורי הורנו מר רב טרי מא■ מר רב חניגא מן בי גיהרא ובימיו יצא מתמר לעולם ואמרין והוי בסודא באותן הימים רב-חנניה. Darauf will Scherira deren Nachfolger aufzählen. Es scheint hier, meint Graetz, ein Wort zu fehlen ״ ובתריהוןund nach ihnen“ מר רב הנא באון ומד רב יצחק גאון והוא שחיה במידה שביד נאק hat keinen Sinn, wenn man nicht zu pu das Wort סודא ergänzt, so dass das Ganze lauten muss מד רב יצהק גאון סורא parallel dem רב חנא גאון פומבדיתא. Wenn auch Scherira hier den Ausdruck ״Gaon“ farblos für Schulhaupt gebraucht, so scheint es doch, dass dieser Titel mit R. fizchak begonnen hat“. Wir sehen, wie hier der Text umgestaltet wird, um etwas zu beweisen, was kaum bewiesen werden kann. Abgesehen von den Zusätzen, die Graetz annehmen muss, ist es unmöglich, den Text des *lggereth* seinem Gedankengange anzupassen. Vorerst versetzt Graetz רב חנינא מבי גיהרא von Nehardea nach Pumbeditha, während es im »lggereth (edit. Schullam) ausdrücklich heisst: ואחרי רב מרי מורט מאי בנהרדעא רב חנינא מן בי גיחרא. Graetz sieht sich hierzu veranlasst, um ihm רב חיננאי als Parallelgaon an die Seite stellen zu können, um dann schliesslich רב יצחק, um den es sich eigentlich hier handelt, neben רב תנא מפומבדיתא als gleichzeitigen Gaon in Sura erscheinen zu lassen. R. Scherira aber bezeichnet ausdrücklich und jedes Missverständnis ausschliessend רב חיננאי מסירא neben רב תנא מפומבדיתא als gleichzeitige Häupter der beiden Schud len, indem er sagt: ואמוץ רהוי באותו העת רב חינגאי ורב תנא גאון מומבדיתא. Um nun für seine Hypothese einen Beweis zu erbringen, reiht Graetz רב חיננאי neben רב תנינא מבי ניהרא und רב תנא neben ב יצחק\ Man braucht sich nur den Text des Sendschreibens vor Augen zu halten, um zu erkennen, dass all diese Vor• aussetzungen keine Richtigkeit haben. Zugegeben aber, dass es Graetz gelungen wäre, den unumstössslichen Beweis hiefür zu erbringen, dass רב יצחק tatsächlich Oberhaupt der suranischen Schule gewesen ist, so bietet dies noch lange keine Handhabe zu den Fol• gerungen, die Graetz daraus zieht. Er resümiert nach seinen obigen Aus• führungen folgendermassen: »Der ChaKife Ali war es wohl, der ihm diesen Titel und damit den zweiten Rang nächst dem Exilarchen eingeräumt hat. R Jizchak war demnach der erste Gaon, d. h. das erste Schul• haupt von Sura, dessen Würde und Stellung vom Chalifate privilegiert waren. Der Anfang des Gaonats fiele demnach in das fahr 657, während Alis Chalifat.“ Dies sind die Folgerungen aus schien oben angegebenen Voraussetzungen, die erstens selber nicht bewiesen sind, über• dies aber, auch wenn sie richtig wären, diese Folgerungen nicht rechtferti• gen. Wir finden nirgends, dass das Gaonat eine von der politischen Be״ tiörde bestätigte oder gar von ihr ins Leben gerufene Institution gewesen. Während über das Verhältnis der Exilarchen zu den jeweiligen Herrschern in verschiedenen Quellen Erwähnung geschieht, wird das Gaonat mit der

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