Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 403)
- Language
- German
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343 zurückgeführt. Es sind dies hauptsächlich kurze Decisionen, wenige nur sind ausführlich und verraten auch in ihrer äusseren Form, dass sie ursprünglich schriftliche Antworten auf Anfragen gewesen siud. Dies ist alles, was sich von der schriftstellerischen Tätigkeit des ersten gaonäischen Jahrhunderts berichten lässt. Alles, was von ihnen auf die Nachwelt gekommen ist, beschränkt sieb einerseits auf die überlieferten mündlichen Entscheidungen, andererseits auf wenige Responsen, von. denen nur ein Bruchteil die Merkmale der späteren תשובות, wie z. B. Ausführlichkeit in der Erörterung des fraglichen Gegenstandes, an sich trägt. Wurden die Geonim der ersten Zeit von der ansserbabylonischen Judenheit weniger in Anspruch genommen, so konnten sie sich umso ungestörter der Leitung der ihnen anvertrauten Akademien widmen. Sie konnten umso intensiver an der Heranbildung einer Gelehrtengarde arbeiten, welche Arbeit . auch von dem besten Erfolge gekrönt war. Und so sehen wir zu Anfang des zweiten Jahrhunderts unserer Periode Männer aus den Schulen hervorgehen, deren Werke und religiöse Entscheidüngen massgebend gewesen und wie die Decisionen des gesammten Collegiums in der Akademie als religiös-verbindlich anerkannt worden sind, Männer, die ihrer Zeit ihr Gepräge aufgedrückt haben. Anhang. Note I. Der Anfang des Gaonats* Der Anfang des Gaonats wird auf Grund des Berichtes ft Scheriras in die Zeit der Wiederaufrichtung der מתיבתות (im fahre 4349=589) gesetzt Graetz jedoch geht auch hier seinen eigenen Weg der nicht nur unbewie-