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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 402

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 402)
Language
German
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…/3486266-3486279--2895-3488815
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342 Worten auf schriftlich gestellte Anfragen, sondern mündlich im Lehrhause erteilte Belehrungen gewesen, wie auch in einem Palle die ira Lehrhause erfolgte ausführliche Besprechung eines konkreten Falles, der an רב מרי herangetreten war. Bei den ersteren handelte es sich um die Erläuterung einiger im Talmud vorkominenden schwierigen Worte, im letzteren um eine rechtliche Frage, die Ehe eines ממזר mit einer nichtjüdischen שפחה und die religiös-rechtliche Stellung ihrer Nachkommen betreffend. Es war dies also eine mündliche Entscheidung von prinzipieller Bedeutung, die, wie auch die erwähnten Worterklärungen, in späteren Besponsen-Sammlungen der Geonim Platz gefunden hat. Der zweite Gaon, von dem Entscheidungen überliefert werden, ist רב הונא (nach anderen הונאי), der in Verbindung mit seinem pumbedithanischen Collegen מר רב רבא eine hochwichtige Ent- Scheidung in Ehescheidungsangelegenheiten getroffen hat1). Eine weitere Anzahl von Eesponsen haben in den verschiedenenen Ausgaben der תשובות הגאונים Aufnahme gefunden. Diese Eesponsen werden auf den oben erwähnten Gaon רב ששנא י) Was dieser Entscheidung besondere Bedeutung verleiht, ist der Umstand, dass sie, wie Scherira bemerkt, gegen die bisherige talmudische Praxis gewesen ist Es ist die תקנת מ1רדת, welcher Scherira in seinem Sendschreiben wie auch in einem Responsum Erwähnung tut. Im Iggereth heisst es: ואחריו מר רב ־רבא שתקנו בימיו לתת גט לאלתר לאשת דלאו בשמעתיה דכלתיה דדב זביד. ln dem Responsum in Schäare Zedek berührt er diese תקנה ausführlieber. — Er schreibt daselbst: וששאלתם אשה שהיא יושבת תחת בעלה ואמרה לו גרשני איני רוצה לישב עמך הייב ליתן לה כלום מכתובתה או לא. בגון דא הו♦ מרדת או לא? Nachdem er die frage nach allen Seiten erörtert, fährt er fort: ואחרי רבנן סבוראי, כשראו חכמים שבנות ישראל הולכות ונתלות בגוים ליטול מהן גיטין באונם מבעליהן, ויש כותבין גיטין באונם ומסתפק בגט מעושה בדין או שלא בדין וקא נפיק מיניה חודבא, תקים בימי מר רב הוגא בר רב הונאי (ורב הוגאי?) נוחם עדן למורדת ותובעת גירושין שכל נכסי צאן כחל שהכניסה לו משלם ואפילו מה שבלה או אבד ♦שלם לה תחתיו ומה שכתב לה על עצמו מה שאינו מצוי לא ישלם לה ומה שהוא מצו* נמי אע״ג דתפיסה לה מפקינן מינה ומהדרינן ליה לבעל וכופין אותו וכותב לה גט לאלתר ויש לה מנה מאתים ובזאת אנו מתנהגין המם .כשלש מאות שנה ויותר א^ אתם עשו ק הגהות השרי zur Stelle zitiert von R. Hai Gaon die תקנה mit folgenden Worten: אבל רב האי גאק כתב שאין לכ!ף את בעלה מכת הלכה מ״ם גאוני בבל תקנו שכופין את הבעל לתת גט מיד ויותר משלש שנד. היה בימיהם שנכתבה תקנה זו. Dies würde auch gegen J. H* Weiss (ד״דו״ד ח״ד ט) sprechen, nach dessen Annahme auch רב הונא, der Gaon von מורה, in Pumbeditha, und zwar in der Eigenschaft als דיינא די בבא gewesen sei. Aus dem Citat von R. Hai geht hervor, dass diese תקנה von den גאוני בבל, d. h. von den Häuptern beider alten Schulen, ausgegangen ist.

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