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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 399

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 399)
Language
German
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839 nur als provisorische Lehrstätte gedacht war, aufhob *). Auf die Geonim von Sura: und Pumbeditha רב חדנא und 1רב חנא folgten מר ר,ונא und 441) מר רבאÖ), die eine Zeit lang noch Mitgeonim des nehardeanischeh רב יצחק ,ריש ’מתיבתא, gewesen sind; nach diesen fungierten רב ששנא in Sura und רב בוסתנאי in Bumbedifha. Mit diesen schliesst die\Reihe der uns bekannten Geonim des ersten Jahrhunderts der gaonäischen Epoche. (Siehe Note II). : v •:׳ ־.־. . Von den Arbeiten der Geonim des ersten Jahrhunderts auf literarischem Gebiete ist nicht viel auf uns gekommen. In dieser Zeit haben die Geonim hauptsächlich nur die Tätigkeit der Saburäer, die auf die gründliche Erklärung "des Talmuds und auf das Bestreben gerichtet war, durch ausführliche Erläuterung das -Verständnis des Talmuds zu erleichtern, fortgesetzt. Der Talmud mit seiner stellenweise lapidarischen Kürze war für viele ein! mit sieben Siegeln verschlossenes Buch und eine Erläuterung der Ausführungen des Talmuds hat sich daher für notwendig erwiesen. Dies besorgten, wie oben erwähnt, die Saburäer, indem sie ■auf der einen Seite dem Texte des von R. Aschi uiid Rabina 1)Es ist übrigens nicht ausgeschlossen, dass das Exilarchat, dem die Akademien in gewisser Beziehung unterstanden, seinen Einfluss dahin geltend machte, dass die Schule zu Nehardea ihres Charakters und Ranges einer Akademie, die übrigens auch bisher nicht vollständig gleichberechtigt war, entkleid et wurde. Bei den Wechselbeziehungen, in welchen die beiden lnstitutionen, die offiziell das Judentum repräsentierten, zu einander standen, liegt es nicht so fern, dass dem Exilarchat daran gelegen war, neben den - Schulen zu Sura und Pumbeditha, mit ähnlichen Privilegien versehene Anstalten nicht mehr aufkommen zu lassen. Wissen wir doch, dass der Exilarch nicht ganz unabhängig vom Gaonat war, wie denn auch die Wahl der Exilarchen von den beiden. Schulen abhing. Ist doch die Methiwtha von Wehardea auch nicht mit den Privilegien ausgerüstet gewesen, deren sich ihre beiden.Schwesterschulen erfreuen durften und hat sie zur Zeit des Be- Standes der Seiden anderen Schulen auch in religiös-autoritativer Hinsicht nicht , die gleiche Rolle wie diese gespielt Als Beweis hiefür sei angeführt dass ד׳ יצחק, der Gaon zu גהרדעא, der doch Parallelschuloberhaupt des מר יבא und רב מגגא , gewesen, zur ersten vom Gaonat getroffenen prinzipiellen תקנת מודדת) תקנה) nicht zugezogen wurde. Die nehardeanischen Schulhäupter wurden wohl »Geonim״ genannt; diese Bezeichnung ist aber eine bloss fiktive gewesen. , ,Es hat diese Benennung des nehardeanischen Oberhauptes auch bisher keines- " wegs die Bedeutung einer;offiziellen Titulatur wie zu Sura und Pumbeditha gehabt. Jahrbuch J. L. 0. VII. 22

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