Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 398)
- Language
- German
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338 Babram Tschubin und unter der Regierung Ghosru II. scheint auch kein allzu günstiger gewesen zu sein. Sehen wir doch, dass mit dem Wiedereröffenen der suraniscben Akademie noch weitere 20 Jahre gewartet werden musste und der erste Gaon in Sura sein Amt erst antreten konnte, als an der Schwesterschule zu Pumbeditha schon der erste Wechsel im Gaonat stattfand. Und wir sehen ferner, dass die מתיבתא zu Nehardea, die im Jahre 609 etwa 50 Jahre lang bestanden hatte, der bereits vor 20 Jahren restaurierten Schule von Pumbeditha überlegen war, indem nach dem Tode des oberwähnten רב חנן sein Nachfolger in der Person des ריש מתיבתא von Nehardea רב מרי gefunden worden, der daher auch als nehardeanischer Parallelgaon seines Vorgängers in Pumbeditha רב חנן angesehen werden kann, Der nehardeanische ״Gaon“, der nun zur Leitung der מתיבתא in Pumbeditha berufen wurde, war der erwähnte רב מרי בר דימי• In die Zeit seines Amtsantrittes fällt auch, wie Scherira berichtet, die Wiederaufrichtung der Schule zu סורא. Hier war es רב מר בר הונא, der die Reihe der Geonim eröffnete. Nachfolger des רב מרי in Nehardea and Parallelgaon der beiden genannten Geonim in Sura und Pumbeditha רב מר בר הונא und רב מרי בר דימי war רב חנינא מבי גיהרא, der bis Ende der vierten Jahrhunderts (4400=640) im Amte war, demnach nicht nur noch eine zweite Geonimgeneration an den beiden Schulen erlebte, sondern beinahe während der ganzen Dauer ihres Gaonats noch seine Würde bekleidete. Das zweite Geonimpaar seiner Funktionszeit waren רב חנינא in Sura und רב תנא in Pumbeditha. רב חנינא מבי ניהרא erhielt in seiner Eigenschaft als ריש מתיבתא in Nehardea nur noch einen Nachfolger in der Person des vielumstrittenen רב יצחק, Dieser beklei dcte sein Amt noch, als im Jahre 657 der Schwiegersohn Mohammeds, Ali, der Sohn Abutalebs, nach Persien kam, bei welcher Gelegenheit er Ali zur Huldigung entgegenzog. Mit רב יצחק hörte die ריש מתיבתא-Würde in Nehardea(=Firuz Sapor) auf und von nun ward die Schule bis auf Weiteres als מתיבתא weitergeführt, die der Akademie in Pumbeditha unterstand. Die beiden Akademien, Sura und Pumbeditha, die Jahrhunderte hindurch als der Mittelpunkt jüdisch-geistigen Lebens in Babylonien gegolten haben, sollten in ihrer Existenz nicht geschwächt werden, weshalb man denn auch die nehardeanische Akademie, die vor 100 Jahren auch