Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 394)
- Language
- German
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334 häupter der Geonimperiode denselben Amtscharakter, wie die der Amoräer- und Saburäerepoche und unterschieden sie sich, von R. Chanaa aus Iskija angefangen, nur durch ihren Titel und durch die Art. wie sie das überlieferte Gesetz lehrten. Sie unterschieden sich von den Amoräern und Saburäern, wie auch die beiden genannten Gelehrtenkreise in ihrer Wirksamkeit sich nicht geglichen haben. Hatten es sich die Amoräer zur Aufgabe gemacht, den in der Mischnah enthaltenen Halachastoff aufzuarbeiten, die Bedeutung jeder Halacha und die Normen für die Praxis festzusetzen und die Mischnah mit den Baraithas in Einklang zu bringen so haben dagegen ihre unmittelbaren Nachfolger, die Saburäer, den beinahe fertigen Talmud vor sich gehabt. Und auch die ersten Saburäergenerationen hatten noch immer Gelegenheit gehabt, dem ihnen von den Amoräern überlieferten Halachastoff hier und dort das Ergebnis eigener Forschung hinzuzufügen. Sie haben nicht nur an dem Abschluss des Talmuds gearbeitet, sondern auch neue, von ihren Vorgängern nicht erwähnte, die Halacha betreffende Diskussionen hinzugefügt. Ihre Haupttätigkeit, die ihrer Zeit auch das Gepräge verlieh, bestand jedoch darin, den vorhandenen Halachastoff der Endredaktion zuzuführen und der Nachwelt in der Form zu überliefern, wie er uns vorliegt1). Die Art der Tätigkeit, wie sie die Saburäer ausübten und die ihnen ihre Benennung eintrug, war mit ihnen zu Ende. Die *) Ueber die Wirksamkeit der סבוראי bemerkt Scherira folgendes : ובתר הבי (בתר רב אשי זדביגא) "אע״ג להוראה ודאי לא תות הוו סבוראי דמקרבי להוראת ואקדו אגהו רבנן סבוראי וכל מאי דהוי תלי וקאי פרשוהו." "וכמה סברא אקבעו בגמרא דאגהו מרבק בתראי כגון רב עינא ורב סימונא ונקטינן מ; הראשונים בגט' דהאשה נקגית בג׳ דרכים דתנינן ברישא מה״מ וגו' עד בכסף מנא א כלהו אינך פירוקי וקישיי דמתדצי בגמרא רבנן סבוראי תרצינה! וקבעינז*׳'. — Etwas unbestimmt und ungenau druckt sich Rapoport (ערך מילין סי׳ אמורא) über die Wirksamkeit der Saburäer aus, indem er diese darauf beschränkt, dass sie lediglich in zwei* felhaften Fällen die Halacha festgesetzt und die praktische Anwendung der im Talmud enthaltenen Halachoth gelehrt hätten. Halevy (Doroth Hori* schon im HI, Saburäer Rap. 21) bemerkt dagegen, dass der Name סבוראי ihre Mitautorschaft an dem Talmud nach gewisser Richtung bezeichnen sollte. Die Ableitung des Namens von ihrer Wirksamkeit, wie sie Rapoport annimmt, ובתשובות בל השאלות החדשות, והשוו דב־ לדבר ודין לדין וגם חלקו כל הנראים כשמים ופל זה כפי אשר הולידו מרוח בינתם ולימדו ק לתלמידיהם ולכן היו נקראים כל אלה דבק סבוראי rechtfertigt nicht die Begrenzung dieser Benennung auf die Saburäerperiode, da doch auch spätere Gelehrte nach besagter Seite hin den Talmud bearbeiteten und seine Anwendung im Leben lehrten.