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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 390

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 390)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486279--2883-3488803
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330 terakademie zu Sura erst den von aussen kommenden Anstürmen gewichen, als die Verfolgungen seitens der Perser die vorübergehende Schliessung der Schulen notwendig machten. II. Das erste gaonäische Jahrhundert. Eine fremde Nation unter einem fremden Volke sind die Süden Babyloniens nicht die Herren ihres eigenen Schicksals gewesen. Die Veränderungen und die Erschütterungen des Staates, in dem sie lebten, wirkten auch auf ihr Schicksal ein. So war denn auch das Bestehen und Gedeihen der Akademien von der jeweiligen politischen Lage abhängig. Die Stürme des Bürgerkrieges, die über den persischen Staat im letzten Jahrhundert seines Bestehens dahinfuhren, brachten auch viele Leiden über die im Lande lebenden Juden, und diese unsäglichen Leiden machten es ihnen unmöglich, vorerst die Schulen weiter aufrecht zu erhalten. Sie schlossen daher die Methiwtoth, aber nicht ohne den festen Entschluss, sie, wenn die Lage sich wieder besser gestalten würde, wieder zu eröffnen. Und es blieben die Schulen auch nicht allzu lange geschlossen. Nachdem sich in Persien der Sturm einigermassen wieder gelegt hatte, war es ihr Erstes, die מתיבתות wieder zu eröffnen. Wie nun die ältesten Quellen, ״Iggereth Rab Scherira* und ״Sefer Hakabbala“ von R. Abraham b. Daud angeben, hätte die Wiedereröffnung der einen Schule (Pumbeditha) 4349—589 (900 seleucidischer Aera) stattgefunden. Mit der Wiederer- Öffnung dieser מתיבתא beginnt die vielhundertjährige Periode der Geonim. Ueber die Geschichte der Entstehung des Gaonats und über dessen Wesen in seinen Anfängen herrschen die divergierendsten Ansichten. Denselben Meinungsverschiedenheiten begegnet man auch betreffs der Angaben über den zeitlichen Anfang des Gaonats, von welchem Zeitpunkt an eigentlich die Gaonimperiode gerechnet werden kann. Diese Frage sucht die neuere Historiographie so zu beantworten, dass sie von dem Wesen der Institution auf deren Geschichte und Entstehungszeit schliesst und viceversa.

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