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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 382

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 382)
Language
German
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322 Jebamot i21’a, wo es sich darum handelt, über den Tod eines Mannes Zeugnis abzulegen. Hiernach ist die Antwort des Talmuds sowie die darauf folgende Frage klar. Nachträglich fand ich dies im דקדוקי סופרים im Namen eines handschriftlichen תוסס׳ הרא״ש. 17. Haben wir im Vorhergehenden gesehen, dass Eab Aschi die Baraita des Sifra ergänzt und mit dem uns vorliegenden Sifra zusammentrifft, so scheint dies an einer anderen Stelle mit Eaba und unserer Tosefta sich ebenfalls so zu verhalten, nämlich in Sabbat 21 a, b. Dort wird in einer Baraita gelehrt, dass aus vier Gründen die Thora gesagt hat, die Peah am Schluss der Ernte liegen zu lassen, und als vierter Grund wird angegeben: ומשום בל תכלה. Dies findet der Talmud ganz unverständlich und fragt: אטו כולהו לאו משום בל תכלה נינהו »Alle anderen Gründe bezwecken doch nur das Verbot בל תכלה zu erklären, warum gerade die Zeit des כלוי von der Thora bestimmt wurde; wie kann also das בל תכלה selbst als Grund dafür angegeben werden?! Darauf antwortet Baba: מפני הרמאין. Nach Easchi will Eaba das ומשום בל תכלה erklären, das heissen soll: »wegen der Betrüger, die das Verbot .*בל תכלו übertreten“. Eine sonderbare Erklärung, wo die Haupt- Sache im Text fehlt und eine ganz unnötige Nebenbemerkung dafür steht. מפני הרמאין allein hätte in der Baraita genügt, während in den Worten ומשום בל תכלה nicht einmal eine leise Andentang von der Erklärung Eaba’s zu erblicken ist. Ich glaube, die Worte Baba’s in folgender Weise erklären zu müssen. In der Münchener Handschrift (bei Eabbinovicz) steht nämlich אלא אמר רב פפא anstatt אמר רבא. Die LA. רב פפא anstatt רבא wird niemand auffällig finden, da schon der Talmud selbst uns ,belehrt, dass die Worte von Eab Papa manchmal dem Eaba zugeschrieben wurden und umgekehrt (חד מינייהו רב פפא אמרה), da Eab Papa der Nachfolger llaba’s war. Doch ist das Wort אלא dem ersten Anscheine nach schwierig, weshalb in der Tat Eabbinovicz der LA. unserer Ausgaben den Vorzug gibt, die das אלא nicht haben. Allein auch der Jalkut I, 604 liest: אלא אמר רכא und nach den kritischen Grundsätzen muss die LA. אלא וכו׳ als die ursprüngliehe erklärt werden, da sich die spätere Weglassung des nicht verständlichen אלא leicht erklären lässt, während es gar nicht einzusehen ist, wie jemand dazu kam, das אלא hinzuzufügen.

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